Konstant steigende Besucherzahlen im Eltern-Kind-Zentrum Lienz
Das EKiZ Lienz gibt es seit 1990. Es gehört damit zu den ältesten derartigen Einrichtungen in Tirol. Erfolgreiche Bilanz wurde bei der Jahreshauptversammlung am 30. April gezogen.
Bei einer Jahresfrequenz von 27.271 besuchten 2018 pro Öffnungstag durchschnittlich 120 Kinder und/oder Erwachsene das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) Lienz am Rechten Iselweg 5. An die 50 MitarbeiterInnen aus dem pädagogischen, sozialen, medizinischen und administrativen Bereich zählen zum Team, dem neben den 30 Teil- und Vollzeitbeschäftigten auch viele externe Kursleiterinnen, Praktikanten und ehrenamtlich tätige Freiwillige angehören.
Die Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht, individuelle Unterstützung und finanzierbare Angebote für junge Familien bereit zu stellen und sie durch unterschiedliche, qualitätsvolle Formen der Kinderbetreuung zu begleiten, zu stärken und zu entlasten. Ein besonderer Fokus wird auf die frühe Eltern-Kind-Beziehung und die begleitende Elternbildung gelegt.
2018 wurden bei 1.575 Öffnungsstunden insgesamt 26 Kinder und Inklusionskinder von 1,5 bis 3 Jahren in der privaten Kinderkrippe „Spatzennest“ betreut. Von 7.00 bis 14.00 Uhr kümmern sich ganzjährig vier Pädagoginnen täglich um 13 Kinder samt Mittagstisch. Auch der private Inklusionskindergarten „Kindergarten für Alle” bietet bei maximal 15 Kindern und 3 Pädagoginnen, mit täglichem Mittagstisch und ganzjährigen Öffnungszeiten, eine besonders hohe Betreuungsqualität. 381 Babys und Kleinkinder kommen einmal wöchentlich mit ihren Müttern oder Vätern in eine der 10 Eltern-Kind-Gruppen. Zum umfangreichen Angebot mit unterschiedlichen Schwerpunkten zählen unter anderem das beliebte Baby- und Kleinkinderschwimmen im Dolomitenbad Lienz und drei Spielgruppen zum Thema „Wald, Malen und Musik”.
Das EKiZ hat sich in den letzten Jahren zu einer Anlaufstelle für alle Belange rund um die Familie entwickelt. Ratsuchende Eltern werden fachlich beraten, betreut und bei Bedarf an diverse Vernetzungspartner weitervermittelt. Eine deutlich steigende Tendenz zeigt das Tagesmutterwesen in Osttirol. 2018 wurden 79 Tageskinder (0 – 14 Jahre) aus 16 Gemeinden, von neun angestellten Tagesmüttern (Lienz, Nußdorf-Debant, Dölsach, Tristach, Gaimberg, Strassen und Kals), in insgesamt 25.388 Stunden betreut. Die Betreuungsstunden haben sich somit seit 2013 verdreifacht. Zwei weitere Tagesmütter und der erste Tagesvater Osttirols sind derzeit in Ausbildung und stehen ab Sommer für diese flexible und ganzjährige Art der Kinderbetreuung zur Verfügung.
Geschäftsführerin und Obfrau-Stv. Bärbl Ebner betonte bei der Jahreshauptversammlung den hohen Ausbildungsstandard und die Weiterbildungsbegeisterung ihrer Mitarbeiterinnen. Das EKiZ-Team setzt vor allem auf fachlich-pädagogische Fähigkeiten sowie auf hohe menschliche Kompetenzen in der täglichen Arbeit mit Eltern und Kindern. Bei der Jahreshauptversammlung wurde folgenden langjährigen Mitarbeiterinnen besonders hervorgehoben: Angela Baumgartner und Margit Niedrist (15 Jahre), Elisabeth Tschojer und Monika Oberbichler (16 Jahre), Roswitha Girstmair (20 Jahre), Margit Forcher (23 Jahre), Helga Walchensteiner und Susanne Resl (25 Jahre).
Kassier Gerald Madritsch berichtete von den Rechnungsabschlüssen 2017 und 2018. Die Budgetsumme beträgt über 600.000 Euro pro Jahr. Das EKiZ wird zu einem großen Teil vom Land Tirol, der Stadtgemeinde Lienz und dem Bund subventioniert. Die Eigenmittel von ca. einem Drittel der Einnahmen setzen sich aus Eltern- und Mitgliedsbeiträgen, Sponsorgeldern, Patenschaften und Spenden zusammen. Bei der Jahreshauptversammlung wurden der langjährige Obmann Robert Kovacic sowie der gesamte Vorstand entlastet und für die nächsten zwei Jahre einstimmig wiedergewählt. Eva Meisl und Sandra Laßnig belegen das Amt der Schriftführerinnen. Als Rechnungsprüfer fungieren weiterhin Robert Kraler und Kurt Ebner.
Text: Redaktion, Foto: EKiZ