KIWANIS Club Lienz: Junge Musiktalente begeisterten beim Neujahrsempfang

Förderpreise erhielten beim Neujahrsempfang 2025 die Osttiroler und Mölltaler Musiker:innen Marlen Weichsler, Silvan Steiner, Luis Lanzinger, Veit Lanzinger, Laura Duracher, Valentina Wibmer und Teresa Unterreiner.

Zum Neujahrsempfang lud der KIWANIS Club Lienz am Freitag, 10. Jänner, in den Festsaal der Landesmusikschule Lienzer Talboden. „Bereits zum 27. Mal dürfen wir mit dem Jungmusikerpreis außerordentlich talentierte junge Musiktalente der drei Osttiroler Musikschulen und der Musischule  Mölltal fördern“, so Präsident Domenik Ebner, der beim Neujahrsempfang zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, KIWANIS-Mitglieder aus nah und fern, Vertreter:innen der Musikschulen sowie Angehörige der Förderpreisträger:innen begrüßen konnte.

Im Mittelpunkt standen aber die jungen Musiktalente, die mit ihren exzellenten Darbietungen für einen klangvollen Abend sorgten.

 

Marlen Weichsler gab den 1. Satz aus dem Violinkonzert G-Dur von Joseph Haydn zum Besten.

 

Von der Musikschule Matrei-Iseltal erhielten Marlen Weichsler und Silvan Steiner die Förderpreise. „Marlen und Silvan – beide Jahrgang 2006 – wuchsen in Matrei auf und wurden von frühester Kindheit an musikalisch gefördert. Bereits im Alter von vier Jahren unternahmen die beiden erste musikalische Gehversuche in der Elementaren Musikerziehung bei Sonja Theresiak und Alexander Kratsch. Ungefähr zur gleichen Zeit begann der erste Geigenunterricht bei Marlens Opa Hermann Weichsler und ihrer Tante Sonja Theresiak“, stellte Johann Mair, Leiter der LMS Matrei-Iseltal, die beiden jungen Musiktalente vor.

 

Silvan Steiner überzeugte mit einem Rondeau aus dem Violinkonzert Nr. 3 G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.

 

Der erste große Auftritt außerhalb Osttirols führte Marlen und Silvan im Alter von sechs Jahren nach Hall in Tirol zum Landeswettbewerb Prima la musica. Musikalisch fühlen sie sich von der Volksmusik über das klassische Orchester bis zu rockigen Klängen heimisch. Die beiden engagieren sich derzeit vor allem in der Orchester- und Kirchenmusik – im Kirchenorchester Matrei, im Sinfonieorchester Lienz, in unterschiedlichen Ensemblebesetzungen und bei solistischen Auftritten. Nach der Matura am BORG Lienz begann Marlen im vergangenen Herbst ein Pädagogikstudium in Innsbruck. Silvan besucht derzeit die HAK Lienz und strebt danach eine musikalische Ausbildung an.

 

Teresa Unterreiner gab mit ihrer Trompete in brillanter Art und Weise Stücke eines französischen und eines russischen Komponisten zum Besten.

 

Von der Musikschule Winklern-Mölltal wurde Teresa Unterreiner ausgezeichnet. „Bereits mit fünf Jahren begann Teresa, Klavier zu spielen. Im Fach Trompete ist sie meine längste Schülerin“, stellte Christian Kramser, stellvertretender Leiter der Musikschule, das Musiktalent vor. Überzeugen konnte Teresa bereits mehrmals bei „Prima la musica“ und „Musik in kleinen Gruppen“. Sie ist begeistertes Mitglied der Trachtenkapelle Mörtschach und wird heuer die HLW Lienz mit der Matura abschließen.

 

v.l.n.r.: Luis Lanzinger, Valentina Wibmer, Laura Duracher, Veit Lanzinger und Eva Weiler sorgten mit ihrer Volksmusik für eine heitere Atmosphäre beim Neujahrsempfang. Nach einem Walzer, einem Landler und einem Marsch forderte das Publikum lautstark eine Zugabe.

 

Von der Landesmusikschule Lienzer Talboden erhielt den Förderpreis das Volksmusik-Quartett „Die VIERwitzigen“ unter der Leitung von Eva Weiler. „Die Brüder Luis und Veit Lanzinger aus Thurn, Laura Duracher aus Anras und Valentina Wibmer aus Matrei musizieren seit 2,5 Jahren zusammen. Sie werden als Volksmusikensemble in Lienz unterrichtet, kommen aber von allen drei Osttiroler Landesmusikschulen. ,Fürwitzig‘ bedeutet neugierig, und witzig sind sie allemal – das merke ich immer, wenn sie im Raum gleich neben meinem Büro proben“, so Johann Pircher, Leiter der LMS Lienzer Talboden.

Das Volksmusikensemble nahm im März 2024 als Trio bei Prima la musica teil und erhielt eine Auszeichnung und den Sonderpreis des Tiroler Volksmusikvereins. Im Oktober 2024 nahm die Gruppe zu fünft als „Die VIERwitzigen 5″ am 50. Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck teil, erhielt eine Auszeichnung und begeisterte beim Festabend im ausverkauften Saal Tirol im Congress Innsbruck das Publikum.

„Die vier jungen Musiker:innen spielen größtenteils auswendig und musizieren in mehreren verschiedenen Besetzungen. Mit zwei Osttiroler Hackbrettern zu musizieren, ist recht außergewöhnlich. Nur wenige Musiker verwenden das Instrument auch zum Melodie-Spielen“, betonte Johann Pircher.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

13. Januar 2025 um