Kiwanis Club fördert zu Neujahr wieder Jungmusiker

Anspruchsvolle Darbietungen von jungen MusikerInnen gaben dem Neujahrsempfang des Kiwanis Club Lienz am Freitag, 8. Jänner 2016, wieder eine besonders niveauvolle Note.

Bereits zur Tradition geworden ist es, dass der Kiwanis Club Lienz/Osttirol bei seinem Neujahrsempfang Förderpreise an junge MusikerInnen der Musikschulen aus Osttirol und dem Mölltal überreicht. Heuer luden Präsident Werner Kollnig und die Mitglieder am Freitag, 8. Jänner, zum Neujahrsempfang in den Festsaal der Landesmusikschule (LMS) Lienzer Talboden. Der Präsident konnte zahlreiche Freunde und Förderer des Kiwanis Club sowie Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur begrüßen. „Wir freuen uns, auch heuer wieder vier Musiktalente aus der Region durch einen Förderpreis unterstützen zu können. Neben dieser Kulturförderung ist es unsere Hauptaufgabe, unverschuldet in Not geratenen Menschen aus der Region finanziell zu helfen. Eine unserer größten Einnahmequellen ist die Faschingskrapfen-Aktion. Wir verkaufen jedes Jahr am Rosenmontag und Faschingsdienstag etwa 20.000 Krapfen und bitten auch heuer wieder um Ihre Unterstützung“, so der Präsident einleitend.

Sabine Bachlechner, Violine

Sabine Bachlechner, Violine

Bevor die Förderpreise an die JungmusikerInnen übergeben wurden, präsentierten sich die MusikschülerInnen mit exzellenten Darbietungen. Die einzelnen Musikschulleiter stellten ihre jeweiligen Preisträger vor. Christian Schönegger, Leiter der LMS Sillian-Pustertal, stellte die 18-jährige Sabine Bachlechner (Violine) vor. Sie nahm unter anderem erfolgreich am prima la musica-Wettbewerb teil und wirkte 2011 auch beim Jugendsinfonieorchester Bremen mit. Sabine Bachlechner gab die Werke „Sicilienne und Rigaudon“ von Fritz Kreisler, die Allemanda aus der Partita Nr. 2 d-Moll von Johann Sebastian Bach und den Feuertanz von Josef Aschan zum Besten.

Mathias Mattersberger, Steirische Harmonika

Mathias Mattersberger, Steirische Harmonika

Als Harmonika-Spieler erhielt Mathias Mattersberger den Kiwanis-Förderpreis. Jo Mair, Leiter der LMS Matrei-Iseltal, stellte den 1998 geborenen Matreier als talentierten und vielseitigen Jungmusiker vor. „Beim Landeswettbewerb prima la musica erhielt Mathias für seine Darbietungen auf der Steirischen Harmonika großes Lob. Der Schüler der Fachschule für Mechatronik arbeitet derzeit auch an der Abendmatura, und als seine großen musikalischen Vorbilder nennt er neben seinem Uropa, Opa und Papa vor allem auch Herbert Pixner“, so Mair. Dass er Pixner-Stücke exzellent interpretieren kann, stellte Mathias Mattersberger mit dem Stück „Der Russische“ eindrucksvoll unter Beweis. Daneben erhielt er für „Gruß an Schloss Weißenstein“ – laut Jo Mair die heimliche Hymne der Matreier – und „Flott unterwegs“ von Petra Kopp viel Applaus.

Elisabeth Mair, Viola

Elisabeth Mair, Viola

Hans Pircher, Leiter der LMS Lienzer Talboden, stellte Elisabeth Mair (Viola) als Preisträgerin vor. „Elisabeth spielt mit der Bratsche ruhig, bedacht und überlegt. Vor allem schätzen wir an ihr, dass sie nicht mit der Masse mitschwimmt. Sie spielt gerne auswändig, was ich als besondere Begabung bezeichne“, so Hans Pircher über die 19-jährige Studentin. Mit der „Suite für Cello Solo Nr. 3 transkribiert für Viola“ von Johann Sebastian Bach begeisterte Elisabeth Mair das Publikum. „Die positive Suite im italienischen Stil passt hervorragend zu dieser durch und durch positiven Musikerin“, befand Hans Pircher.

Mark Lassnig, Klavier

Mark Lassnig, Klavier

„Es ist eine Ehre für die Musik, wenn für talentierte MusikerInnen Preise zur Verfügung gestellt werden und in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit keinesfalls selbstverständlich, dass junge  MusikerInnen finanziell unterstützt werden“, leitete Richard Unterreiner, Leiter der Musikschule Mölltal, die Vorstellung von Mark Lassnig (Klavier) ein. „Mark Lassnig ist ein Vorzeigeschüler. Er hat alle Prüfungen mit Auszeichnung bestanden. Er spielt nicht nur Klavier, sondern auch E-Bass, Gitarre und Schlagwerk. Man kann sich auf ihn verlassen, ich würde ihn als Menschen mit Handschlagqualität bezeichnen“, so Unterreiner über den Musiker aus Stall im Mölltal, der 1996 in Lienz geboren wurde, dort auch das BG/BRG besuchte und inzwischen Biologie in Wien studiert. Neben der „Rhapsodie in G-Moll“ von Johannes Brahms bekam Mark Lassnig vor allem für seine Eigenkomposition „Move on“ frenetischen Beifall.

Familienmusik Mattersberger aus Matrei in Osttirol

Familienmusik Mattersberger aus Matrei in Osttirol

Anschließend an die Überreichung der Förderpreise sorgte die Familienmusik Mattersberger mit Preisträger Mathias, seinem Vater Martin und den Schwestern Sophie und Magdalena mit echter Volksmusik für einen stimmungsvollen Ausklang des Neujahrsempfangs.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

09. Januar 2016 um