Kals a. Gr.: Traditionelles „Holzfiahn” vor prächtiger Winterkulisse begeisterte
Der Wettergott meinte es gut mit der Kalser Bauernschaft, die am Sonntag, 20. Jänner 2019, ein „Holzfiahn” wie anno dazumal veranstaltete.
20 Fuhrleute mit ihren Gespannen folgten der Einladung nach Kals, um den rund 500 Besucherinnen Besuchern einen Eindruck zu vermitteln, welch strapaziöse und anspruchsvolle Arbeit das „Holzfiahn“ in früheren Zeiten war. Der enorme Windwurf vom vergangenen Oktober sitzt den Kalsern noch tief in den Knochen, die Schäden sind immer noch gut sichtbar. Kaum vorstellbar, was ein solches Schadenereignis vor 50 Jahren für die Waldbauern bedeutet hätte, als man auf die eigene Arbeitskraft und vor allem auch jener der Pferde angewiesen war.
Vor wundervoller Winterkulisse konnte die Ortsbauernschaft die Besucher auf der so genannten „Parte“ im Ortsteil Lesach empfangen, wo die Ortsbäuerinnen mit Obfrau Gertrud Oberlohr bestens für das leibliche Wohl sorgten. Martin Gratz, Vizebürgermeister und Kapellmeister in der Glocknergemeinde, empfing mit seiner Moderation im Zielgelände die Gespanne und sorgte so dafür, dass allen die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wurde. Die Teilnehmer aus Ost- und Südtirol, Oberkärnten und dem Pinzgau hatten in den letzten Wochen einiges an Vorbereitungen für diese Veranstaltung zu treffen, bereits ab 9.00 Uhr am Vormittag erfolgte die Anreise.
„Ein herzlicher Dank gilt unseren zahlreichen Sponsoren. Wie so oft wäre ohne deren Unterstützung die Ausführung nicht möglich gewesen“, so Ortsbauernobmann Philipp Jans. „Auch über den unfallfreien Ablauf sind wir froh. Obwohl alle Beteiligten ihre Gefährte und Tiere bestens kennen und damit umzugehen wissen, ist eine reibungslose Veranstaltung nicht selbstverständlich.“
Die Zusammenarbeit zwischen Bauern, Bäuerinnen und der Jungbauernschaft mit Obmann Andreas Green und Ortsleiterin Carolin Oberlohr scheint in der Glocknergemeinde bestens zu funktionieren: Besucher sowie Teilnehmer zeigten sich begeistert vom Kalser „Winterwonderland“ und der Veranstaltung. Nicht nur Einheimische, sondern auch zahlreiche Gäste konnten empfangen werden, sodass die Veranstaltung auch einen wichtigen touristischen Beitrag für die Region leisten konnte.
Text: Redaktion, Fotos: Ortsbauernschaft Kals am Großglockner/Petra Tembler



