Kals: Seilschaft stürzte am Glocknerleitl ab
Zwei Bergsteiger aus Deutschland und ein Österreicher wurden bei einer Hochtour auf den Großglockner teilweise schwer verletzt. Die Seilschaft stürzte in das Glocknerleitl. Zwei deutsche Staatsbürger im Alter von 43 und 38 Jahren sowie ein 39-jähriger Österreicher unternahmen am Donnerstagmorgen, 23. Juli 2015, eine Hochtour auf den Großglockner. Kurz vor 13.00 Uhr befanden sie sich während des Abstiegs auf dem so genannten „Sattelen“. Von dort stiegen sie in das ca. 40 Grad steile, teilweise vereiste Glocknerleitl ein. Der 43-Jährige ging voraus, die beiden anderen folgten mit einem Seilabstand von ca. sechs Metern. Nach wenigen Metern rutschte der Vorausgehende plötzlich aus. Er drehte sich auf den Bauch und versuchte, mit dem Eispickel den Absturz zu verhindern. Seine zwei Begleiter wurden dabei ebenfalls aus dem Stand gerissen. Sie konnten ihren gestürzten Kameraden nicht halten.
In der Folge stürzte die ganze Seilschaft ca. 250 Meter in das Glocknerleitl hinunter. Die drei Bergsteiger blieben am so genannten „Unteren Bahnhof“ liegen. Einer konnte einen Notruf absetzen. Die drei Alpinisten wurden zum Teil schwer verletzt. Sie wurden von der Bergrettung Kals geborgen und den Notarzthubschraubern C 7 und Alpin Heli 6 in das BKH Lienz und in das Unfallkrankenhaus Salzburg gebracht. Ein Bergsteiger wurden von der Libelle Kärnten geborgen und in das Tal gebracht.
Text: Redaktion, Foto: Expa Groder


