Kals: Neue „Horchstation“ am Kirchplatz
Im Rahmen des 30. Namenkundlichen Symposiums wird am Freitag, 12.6., in Kals eine „Horchstation“ am Kirchplatz eingeweiht. Flur-, Orts- und Bergnamen werden „hörbar”.
Flur-, Orts-, Hof- bzw. Hausnamen spielen in vielen Teilen Österreichs, vor allem auch in Osttirol auch heute noch eine wichtige Rolle. Sie spiegeln Geschichte wieder, erzählen aus der Vergangenheit der Region und weisen auf soziale Strukturen, kulturelle Traditionen und in der Region verwurzeltes Brauchtum hin. Begründet 1985, widmete sich das Namenkundliche Symposium in Kals von Beginn an dieser Thematik, wobei jedes Jahr unterschiedliche Aspekte in den Fokus von Vorträgen anerkannter Wissenschaftler gerückt werden. In diesem Jahr findet das Symposium in der Osttiroler Glocknergemeinde vom 11. bis 14. Juni statt. Den Festvortag aus Anlass des 30-jährigen Bestandsjubiläums des Symposiums am Freitagabend, 12. Juni, wird Heinz-Dieter Pohl zum Thema „Das Kalser Namensgut im Lichte der Kalser Namenkundlichen Symposien“ halten. Peter Anreiter wird zu „Kalser Hofnamen“ referieren. Vor dem Festakt im Johann Stüdl-Saal, musikalisch umrahmt vom Iseltaler Blechbläserensemble, werden am Kirchplatz die TMK Kals und verschiedene Formationen aufmarschieren und eine neue „Horchstation“ mit Audioaufnahmen durch Isolde Hausner und NP-Dir. Hermann Stotter enthüllt.
Text: E. Hilgartner, Foto: M. Linder