Kärntner Heeresbergführer aus Lawine befreit

Bei Lawinenwarnstufe 3 unternahm am 31.1. eine fünfköpfige Gruppe mit einem Bergführer eine Skitour zur Granatscharte. Bei der Abfahrt löste der Kärntner eine Lawine aus.

Der 34-jährige Bergführer aus Kärnten, der mit der Gruppe britischer Staatsbürger von der Rudolfshütte zur Granatscharte im Salzburger Teil der Granatspitzgruppe aufgestiegen war, wollte mit den Briten über das Landeggtal im Gemeindegebiet von Matrei i.O. abfahren. Um ca. 13.16 Uhr setzte der Kärntner in einer Seehöhe von rd. 2.500 m seine ersten Schwünge in den Hang. Vorher hatte er mit den Briten an einem Sammelpunkt vereinbart, diesen einzeln zu befahren, was sich letztendlich als die richtige Entscheidung herausstellen sollte. Nach wenigen Schwüngen löste sich unmittelbar oberhalb des Mannes ein Schneebrett, welches ihn 400 Meter mitriss und ihn nahezu zur Gänze verschüttete. Ein Mitglied der Gruppe, eine 40-jährige britische Bergführerin, gab ihren Kameraden die Anweisung, einen Notruf abzusetzen, begab sich sofort zum Lawinenkegel und konnte den Verschütteten rasch orten und ausgraben. In der Folge wurde der Mann mit dem Notarzthubschrauber C 7 in das BKH Lienz geflogen. Er erlitt eine Beinverletzung.

Text: Redaktion, Fotos: Brunner Images

31. Januar 2015 um