James Bond-Dreh in Tirol nach 33 Tagen beendet
Dank des 007-Drehs konnte sich die Tourismusregion Hochpustertal über ein kräftiges Nächtigungsplus freuen – ein Bauer taufte seine Kälber auf „Daniel“ und „Léa“.
Als „sehr erfolgreich“ bezeichnet Cine Tirol die Dreharbeiten für den 24. Bond-Streifen „Spectre“ in Obertilliach und Sölden. Insgesamt 33 Tage lang wurde im Tiroler Gailtal und im Ötztal gedreht. Dazu kommen 14 Probedrehtage im vergangenen Dezember, die notwendig waren, um die aufwändigen Filmsequenzen mit Daniel Craig, Léa Seydoux und Dave Bautista sowie zahlreichen Stuntleuten und Komparsen in gewohnt actionreicher Bond-Manier in Szene zu setzen.
„Es ist surreal, schaut aus wie ein Gemälde“, staunte Dave Bautista bei seinem ersten Blick über die mächtigen Gebirgszüge. Auch Production Designer Dennis Gassner zeigte sich von der Bergkulisse überwältigt: „Es war für mich eine lange Reise durch viele Länder, um dies hier zu finden. Es ist absolut umwerfend. Was könnte aufregender sein, als auf den Gipfeln der Welt zu stehen!“
Die Produktion von Spectre hat auch bereits zu sehr erfreulichen touristischen Effekten in Tirol geführt. Die Tourismusregion Hochpustertal konnte bereits im Dezember bei den Probedrehs ein Nächtigungsplus von 17 Prozent verbuchen, im Gesamten wurden in Osttirol und im Ötztal durch das große Filmteam rund 30.000 Nächtigungen gezählt. Die Tirol Werbung plant in Zusammenarbeit mit der Osttirol Werbung und dem Ötztal Tourismus bereits jetzt an Maßnahmen, um Berg- und Bond-Fans bis zum Filmstart im November 2015 die Drehorte und ihre touristischen Angebote schmackhaft zu machen. So soll das Potenzial dieser Filmproduktion als Gästemagnet international bestmöglich ausgeschöpft werden.
James Bond war nicht nur ein Hauptthema beim heurigen Sillianer Faschingsumzug, auch der Villacher Fasching nahm den 007-Dreh in sein Programm auf. Ein Bauer aus Obertilliach taufte seine beiden am ersten Drehtag geborenen Kälber nach den Vornamen der Hauptdarsteller auf „Daniel“ und „Léa“. „Das internationale Filmteam reiste mit besten Erinnerungen an Obertilliach und Sölden aus Tirol ab. Es wird die guten Erfahrungen in unserem Land sicher in der Filmbranche verbreiten und durch diese Mund-zu-Mund Propaganda einen Beitrag dazu leisten, dass weitere große Filmproduktionen ihren Weg nach Tirol finden“, zog Johannes Köck, Leiter der Cine Tirol Film Commission, eine durch und durch positive Bilanz der Bond-Dreharbeiten in Tirol.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: 2015 Columbia TriStar Marketing Group, Inc. and MGM Studios, Alexander Tuma, Brunner Images, Video: YouTube

