Jäger von Stein getroffen und schwer verletzt
Ein 53-jähriger Aufsichtsjäger ging mit einem Jagdgast am 5. August 2013 auf Hirschjagd in Untertilliach. Ein herabrollender Stein verletzte den Aufsichtsjäger schwer.
Am Montagmorgen, 5. August 2013, führte ein 53-jähriger Aufsichtsjäger einen Jagdgast im Bereich des Rauchbichls bzw. Winklertales im Gemeindegebiet von Untertilliach auf die Hirschjagd. Auch eine Jagdhund war dabei. Die Jagd war erfolgreich, der erlegte Hirsch stürzte in den steilen Graben des sogenannten „Eggenbachls“. Der Aufsichtsjäger und sein 54-jähriger Jagdgast stiegen gemeinsam ab, brachen den Hirsch auf und stiegen gegen 9.15 Uhr durch den Graben talwärts. Das betreffende Gelände ist sehr steil und mit hohem Gras sowie Sträuchern bewachsen. Der Aufsichtsjäger ging voraus, im Abstand von rund zehn Metern folgten sein Gast und der Jagdhund. Auf einer Geländekante lockerte der Hund auf dem rutschigen, grasigen Untergrund einen ca. 30 mal 20 cm großen und rund zehn Kilogramm schweren Stein, der talwärts in Richtung des absteigenden Aufsichtsjägers rollte. Der Jagdgast, der hinter dem Jagdhund ging, schrie sofort „Steinschlag“, um den Jäger zu warnen. Gleich darauf vernahm der Gast die Schmerzensschreie des vom Stein Getroffenen. Der Jagdgast stieg sofort zum verletzten Aufsichtsjäger ab, leistete erste Hilfe und verständigte die Leitstelle. Die Besatzung des Notarzthubschraubers Christophorus 7 versorgte den Schwerverletzten und brachte ihn in das Bezirkskrankenhaus Lienz.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images