Interkommunales Jugendzentrum boomt
Am 14.9. stellten die Bürgermeister der Osttiroler Gemeinden Nußdorf-Debant und Dölsach das Konzept des „Jugendzentrums Z4“ als interkommunales Kooperationsprojekt vor.
Im Sinne einer besseren Auslastung der Ressourcen und einer „grenzüberschreitenden“ Zusammenarbeit beteiligt sich die Gemeinde Dölsach seit dem heurigen Jahr an den Kosten des Jugendzentrums der Marktgemeinde Nußdorf-Debant. Bei der Präsentation der Anlaufstelle für Jugendliche am 14.9.2012 sprach der Dölsacher Bürgermeister, Josef Mair, auch die Nutzung von Synergieeffekten besonders an. „Wir hatten zuerst ein eigenes Projekt in Planung, sind aber heute sehr froh, uns zur Kooperation mit Nußdorf-Debant entschieden zu haben! Eine Betreuung in dieser Dimension hätten wir alleine nicht gewährleisten können!“ Und so heißt der Jugendtreff nun offiziell „Interkommunales Jugendzentrum Z4“ und wird von Jugendlichen beider Gemeinden, aber auch von jungen Menschen aus anderen Ortschaften im Lienzer Talboden gerne und häufig besucht. Ing. Andreas Pfurner, der Bürgermeister Nußdorf-Debants, betonte die Bedeutung der Einrichtung als Vorzeigeprojekt, das in dieser Form einzigartig im Bezirk sei. Er erinnerte an die Anfänge des Jugendzentrums in seiner Gemeinde und freute sich darüber, dass die Einrichtung heute so gut genützt werde und dass der Vandalismus in Nußdorf-Debant stark rückläufig sei.
Bis 2010 hatte der Jugendtreff in Nußdorf-Debant seinen Standort im Haidenbergerhof, bis er ins neue Gemeindeforum übersiedeln konnte und hier heute auf rd. 130 Quadratmetern ausreichend Platz und beste Voraussetzungen für Jugendliche und Betreuer bietet. Montags, dienstags, mittwochs und freitags ist die Einrichtung jeweils von 17.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Seit dem Jahre 2008 leitet der Hauptschullehrer Stephan Peuckert den Verein zur Förderung der Jugend. Er betreut gemeinsam mit vier MitarbeiterInnen die jungen Menschen, von denen ca. 120 den Treff regelmäßig besuchen. „Im Winter sind es oft bis zu 50 junge Mädchen und Burschen pro Tag“, so Peuckert. Angeboten werden gemeinsame Aktivitäten, diverse Spiele wie Billard, Tischfußball, Karten- und Brettspiele, verschiedene Workshops, kostenloses Internet, Wii oder Playstation. Besonders beliebt bei den Jugendlichen sind die preiswerten, nicht-alkoholischen Getränke sowie Snacks, die ebenfalls offeriert werden.
Die Lohnkosten für die Betreuung der Jugendlichen von 40.000 Euro/Jahr übernimmt zur Hälfte das Land Tirol, die andere Hälfte wird zwischen der Gemeinde Nußdorf-Debant (zwei Drittel) und Dölsach (ein Drittel) aufgesplittet.
Text und Fotos: Journal/Sulzenbacher