Innichen: Aufnahmen von Harald Wisthaler bei Fotowettbewerb RUN//CLICK prämiert
Die beiden prämierten Werke des bekannten Südtiroler Sportfotografen „black and white” und „There is no bad weather“ entstanden beim Großglockner Ultra Trail.
Erstmals nach seinem Finaleinzug beim Red Bull Illume im Jahr 2019 hat Harald Wisthaler wieder bei einem Fotowettbewerb seine Werke eingereicht. Der 36-jährige Sportfotograf nahm an RUN//CLICK teil, einem Contest, den das bekannte Laufmagazin „Like the Wind Magazine“ ausrichtet und an dem über 500 FotografInnen aus aller Welt teilnahmen. Den Teilnehmern standen die Kategorien Youth (für Nachwuchsfotografen), Road & Track, sowie Trail zur Auswahl. Wisthaler entschied sich für Trail, weil er zahlreiche bekannte Trail-Events im Alpenraum zu seinen Kunden zählen darf, und sendete fünf Werke ein.
Zwei Werke wurden von der Jury prämiert. Das Foto mit dem Titel „black and white“ belegte den dritten Platz. „Obwohl es kein Schwarz-Weiß-Foto ist, wählte ich diesen Titel, weil die Landschaft einfach nicht mehr hergab und nur die Läufer dem Bild etwas Farbe geben bzw. die Landschaft bespielen. Ich finde auch die Linien des Gletschers sehr interessant und habe während des Rennens exakt auf den Moment gewartet, bis wieder ein Läufer an dem Punkt war, wo sich die Schatten-Lichtlinie befand. Ich hatte Glück, dass auch noch einige weitere Athleten dazugekommen sind, sodass es einen tollen Übergang von Schatten ins Licht, von Schwarz-Weiß in die Farbe gibt“, erklärt Harald Wisthaler die Entstehungsgeschichte des Fotos.
There is no bad weather
Jury Preis für „There is no bad weather“
Die Aufnahme mit dem Titel „There is no bad weather“ entstand beim Großglockner Ultra Trail in diesem Jahr und wurde als eines von drei weiteren Fotos mit einem Jury-Preis ausgezeichnet. „Eigentlich hatte der Tag sehr ärgerlich begonnen. Ich bin am frühen Morgen bei Regen und Kälte gestartet. Da es ein langer Anstieg war, überlegte ich, was ich alles mitnehmen sollte. Ich habe mich für meine nagelneue Kamera und drei Objektive entschieden, aber leider den entsprechenden Adapter vergessen. Als ich dann vor Ort war und dieses tolle Lichtspiel sah, wusste ich, dass es unter diesen Voraussetzungen mit der mitgebrachten Ausrüstung nicht realisierbar war. So begab ich mich auf die Suche nach einem anderen Blickwinkel, wo die Stimmung annähernd so war, wie ich es im Kopf hatte. Ich habe gehofft, dass ein Läufer im richtigen Moment vorbeikommt, da sich alles während des Rennens abspielte und kein fixes Shooting war. Und tatsächlich kam der Teilnehmer zum richtigen Zeitpunkt an diese Stelle“, sagt Wisthaler zur zweiten preisgekrönten Aufnahme.
Beide Fotos werden derzeit mit den anderen prämierten Werken in einer Galerie in London ausgestellt. Die Vernissage fand am vergangenen Wochenende im Zuge des London Marathons statt. Im November werden Wisthalers Fotos in New York einem interessierten Publikum zugänglich sein. Auch hier findet die Vernissage während des Marathons (6. November) statt.
Zur Person
Harald Wisthaler, geb. 1986, lebt als freier Fotograf in Innichen/Vierschach. Besonders fasziniert ihn die Kombination von Bergen und Sport. Er hat bereits diverse nationale und internationale Großereignisse – wie die MTB Marathon WM, den FIS Weltcup Gröden oder die Worldunited Games in Klagenfurt – reportiert. Er arbeitet für Goretex, Dynafit, Viking, Sportler, EA7-Armani, Prinoth u.v.m. in Südtirol, aber auch im Ausland.
Im Bereich Tourismus hat Wisthaler z.B für das Stadtmarketing Bad Tölz, die iDM oder diverse Hotels in Südtirol Bilder geliefert. Seit 2016 ist Harald Wisthaler im Vorstand der Vereinigung der Berufsfotografen Südtirols und im Berufsbeirat der Fotografen im lvh.apa Wirtschafsverband Handwerk und Dienstleister in Südtirol sowie seit 2020 Mitgründer der Südtiroler Modelagentur Dimodels. Gerne gibt Harald Wisthaler seine Expertise auch in Workshops weiter oder nimmt an Ausstellungen teil.
Text: Redaktion, Fotos: Wisthaler