Innervillgraten & Co sind besonders kinderreich

Daten und Fakten zu Tiroler Gemeinden liefert die Landesstatistik Tirol. Drei Osttiroler Gemeinden liegen im Gemeinderanking in punkto Kinderreichtum ganz vorne.

Jede Tiroler Gemeinde hat ihre Besonderheiten. Und den besten Überblick über all diese Besonderheiten hat wohl das Team der Landesstatistik Tirol. Um alle Interessierten an den Einblicken, die der tägliche Umgang mit Zahlen, Daten und Fakten eröffnet, teilhaben zu lassen, wurde heuer erstmals ein Gemeinderanking erstellt. Zu einer Vielzahl von Themen – von A wie Alter bis Z wie Zweitwohnsitze – präsentiert die Publikation „Gemeinde-Extremwerte – Tirol von A bis Z“ aussagekräftige Gemeindereihungen. Sie ist ab sofort auf der Landeshomepage abrufbar. Wer die Seite besucht, erhält Antworten auf Fragen wie zum Beispiel „In welcher Gemeinde ist das Durchschnittsalter am höchsten?“ oder „Wo leben die meisten Akademiker oder in welcher Gemeinde gibt es die meisten Familien mit vier oder mehr Kindern?“

So ist die Gemeinde Rohrberg/Bezirk Schwarz mit einem Durchschnittsalter von 35,4 Jahren die „jüngste“ Gemeinde Tirols, gefolgt von Kaunerberg/Bezirk Landeck und Faggen/Bezirk Landeck mit einem Durchschnittsalter von jeweils 36,2 Jahren. In diesen Gemeinden ist der Anteil der unter 20-Jährigen vergleichsweise hoch, was den Altersdurchschnitt entsprechend nach unten drückt. Im Gegensatz dazu weist die Gemeinde Unterperfuss/Bezirk Innsbruck-Land – als Standortgemeinde eines Alten- und Pflegeheimes – mit 56 Jahren einen Rekordwert auf und gilt als „älteste“ Tiroler Gemeinde.

8,9 Prozent der Tiroler Erwachsenen verfügt über einen Hochschulabschluss. Deutlich über diesem Durchschnitt liegen die Gemeinden Sistrans (23,1 Prozent), Lans (20,8 Prozent) und Aldrans (20,2 Prozent), alle drei im Bezirk Innsbruck-Land, die das Gemeinderanking anführen. Hier weist mindestens jede/r fünfte erwachsene EinwohnerIn einen Hochschulabschluss auf.

Im Landesdurchschnitt haben 1,5 Prozent der Tiroler Familien vier oder mehr Kinder. In drei Osttiroler Gemeinden, nämlich Innervillgraten (16,5 Prozent), St. Johann im Walde (9,9 Prozent) und Untertilliach (8,3 Prozent) ist dieser Anteil um ein Vielfaches höher. In Innervillgraten hat beispielsweise jede sechste Familie vier oder mehr Kinder – ein Spitzenwert unter allen Tiroler Gemeinden.

Weitere interessante Zahlen, Daten und Fakten zu den Tiroler Gemeinden unter: www.tirol.gv.at/…Extremwerte_2015.pdf

Text: Redaktion, Foto: Wolfgang Faber

17. November 2015 um