In die Luft schauen ist erwünscht

„In die Luft schauen“ – das ist am kommenden Samstag, den 6. Oktober 2012, erwünscht. Denn an diesem Tag finden wieder die alpenweiten Bartgeierzähltage statt.

Seit 1986 werden im Rahmen eines international koordinierten Wiederansiedlungsprojektes in den Alpen Bartgeier in die Freiheit entlassen. In Österreich findet dies unter der Schirmherrschaft des Nationalparks Hohe Tauern, der auch für das Monitoring der Bartgeier zuständig ist, statt. Seit 1997 (in Österreich seit 2010) brüten diese mit knapp drei Metern Spannweite riesigen Aasfresser auch wieder erfolgreich im Freiland. Um einen Überblick über die Population zu erhalten, wird am Samstag, den 6. Oktober, im gesamten Alpenbogen nach Bartgeiern Ausschau gehalten. Je mehr freiwillige Beobachter mithelfen und ihre Sichtungen weiterleiten, desto verlässlicher kann der Bartgeier-Bestand abgeschätzt werden.

Erkennungsmerkmale eines Bartgeiers: Spannweite um 2,90 m, langer, spitz zulaufender (keilförmiger) Stoß, Altvogel: gelblich-rötlich gefärbtes Brust- und Kopfgefieder sowie silbergraue Schwingen, schlankes Flugbild; Jungvogel: bräunlich gefärbtes Brustgefieder, dunkler Kopf, häufig gebleichte Federn (Markierungen) in Schwingen oder Stoß. Bitte achten Sie auch auf farbige Fußringe!

Meldungen über Sichtungen können wie folgt getätigt werden: Telefonisch unter 0664/8203055 bei Dr. Gunther Greßmann, E-Mail: beobachtung@gmx.net oder auch unter www.bartgeier.ch

Text: Redaktion, Foto: NPHT/Michael Knollseisen

02. Oktober 2012 um