Wenn Hasso & Co zum Friseur gehen

Johanna Prodinger weiß, was Hunden gut tut. Seit rund einem Jahr bietet sie in ihrem Hundefriseur-Salon ein umfangreiches Pflegeprogramm für die Vierbeiner an.
24.500 Hunde gibt es in Tirol, 1.800 davon leben bei ihren Besitzern im Bezirk Lienz. Die Liebe zum Tier, eine Erweiterung der Familie oder die Suche nach einem Begleiter für Spaziergänge gelten als wichtigste Gründe, sich einen Vierbeiner anzuschaffen. Golden Retriever zählen zu den beliebtesten Hunderassen, sehr gefragt sind aber auch Beagle, Schäferhunde, Labradore, Pudel, Malteser oder Dackel. Ihre „Liebe“ zum Hund entdeckte die Lienzerin Johanna Prodinger schon in ihrer Kindheit. Mit 12 Jahren hatte sie zum ersten Mal einen Vierbeiner an ihrer Seite, und bis heute gehören die Tiere wie selbstverständlich zum Familienleben der gelernten Bürokauffrau.

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Vor mehr als 10 Jahren machte die Osttirolerin ihr Faible für die „besten Freunde“ des Menschen zu ihrem Beruf. Nach einer Ausbildung in Villach, die sie laufend durch Kurse und Fortbildungen ergänzt, widmete sie sich ganz der Pflege von Vierbeinern und übt diese Tätigkeit, nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung, seit November 2014 wieder in einem eigenen Salon in der Peggetz aus. Waschen, schneiden, föhnen – diesen Service für ihre vierbeinigen Lieblinge nützen zwischenzeitlich schon
mehr als 100 Stammkunden. Die Arbeit im Hundesalon ist kein leicht verdientes Geld und erfordert viel Einfühlungsvermögen und Tierliebe.

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„Im Großen und Ganzen sind die Hunde, vor allem nach dem zweiten, dritten Besuch, sehr `brav`. Manchmal bin ich dem Erfinder des Maulkorbes aber auch dankbar bzw. greife in besonders schwierigen Fällen auch zu Bachblüten-Notfalltropfen“, berichtet Johanna Prodinger aus ihrem  Arbeitsalltag. Sie verwendet eigens für die Tierpflege hergestellte Kämme und Scheren. Auch die Pflegeprodukte, der Schneidetisch und die Badewanne sind auf die Vierbeiner abgestimmt. Einen weiteren Vorteil hat der Besuch bei der erfahrenen Hundefriseurin außerdem: Johanna Prodinger
behandelt ihre „Kunden“ auch bei Laus- oder Zeckenbefall und entdeckt manchmal auch Hautprobleme, die dann vom Tierarzt therapiert werden müssen. Bei ihrer Arbeit mit den unterschiedlichsten Hunderassen kommen ihr ihre Kenntnisse zu Biologie, Anatomie und Verhaltensweisen der einzelnen Rassen ebenso zugute wie das handwerkliche Können und die Erfahrung mit der Körpersprache der Hunde.

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„Gerade bei sehr ängstlichen Hunden ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Tiere spüren intuitiv, ob man offen und angstfrei mit ihnen umgeht. Nicht jeder Hund ist von Haus aus an eine Pflegeprozedur gewöhnt. Die Arbeit mit widerspenstigeren Exemplaren kann man nur mit einer liebevollen, aber sehr konsequenten Durchsetzungskraft bewältigen“, sagt sie, die weiß, wie wichtig etwa regelmäßiges Bürsten und Kämmen für die Tiere ist. „Wird dies verabsäumt, verfilzt das Fell. In der kalten Jahreszeit trocknet das Fell nur langsam, was bei längeren Regen- und Schneefällen auch zu gesundheitlichen Problemen führen kann!“ Im Sommer hingegen sei das Scheren des Felles vor allem für Hunderassen mit extremer Unterwolle ein großer Vorteil.

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Wenn Hunde den Hitzestau im Körper nur mehr durch „Hecheln“ regulieren können, bietet sich die Fellschur als willkommene Abhilfe an. „Je nach Rasse sollten die Hunde alle drei Monate eine  sorgfältige Pflege erfahren“, meint die Lienzer Hundefriseurin abschließend. Sie bietet im Notfall ihren Kunden auch den Service, ein Tier über Nacht bei sich aufzunehmen. Nähere Infos finden Interessierte unter der Tel.-Nr. 0699/11288977.

Text: E. Hilgartner, Fotos: Journal/D. Hotzler

26. September 2015 um