Höllenspektakel beim Winklerner Perchtenlauf

Schaurige Gestalten verwandelten den Sportplatz in eine „höllische“ Arena. Der von den Burgstaller Perchten organisierte Event lockte über 1500 Zuschauer an. Einer langen Tradition folgend, entfachten die „Burgstaller Perchten“ aus Winklern unter Obmann Manuel Thaler am Abend des 10. November wieder ein wahres Höllenspektakel. Der vierte Winklerner Perchtenlauf erwies sich auch in diesem Jahr als Zuschauermagnet. Helle Feuer erleuchteten die Dunkelheit und warfen ihr Licht auf die schaurigen Kreaturen. Furchterregend zogen mehr als 150 Perchten von 12 verschiedenen Vereinen aus Kärnten und Salzburg mit ihren Masken, Fellen und Glocken vor dem Hintergrund einer eindrucksvoll gestalteten Pyrotechnikshow über den Winklerner Sportplatz und verwandelten die Arena für Stunden in einen richtigen Hexenkessel.

Perchten sind Gestalten eines überlieferten Brauchtums aus heidnischer Vorzeit, als man sich in Masken hüllte, im Glauben, die bösen Geister des Winters vertreiben zu können. Die Hochburg dieses Brauches liegt heute vor allem in den Regionen des österreichischen Ostalpenraumes, in Kärnten, Salzburg, der Steiermark und in Tirol. Perchten unterscheiden sich von Krampussen u.a. in Form und Ausführung der Masken. Außerdem finden sich in den traditionellen Perchtenumzügen auch weitere Figuren und Charaktere, die wiederum eine eigene symbolische Bedeutung haben. So treten in vielen Regionen beispielsweise die Habergeiß, Hexen oder der Tod auf, wobei letzterer als Sinnbild für das Vergängliche und den Lauf des Lebens steht.

Text: E. Hilgartner, Fotos und Video: Brunner Images

11. November 2012 um