Kartitsch: Am Samstag werden wieder an die 3.000 Einzelfeuer leuchten
Anlässlich des Herz-Jesu-Festes steht am Samstag, 9.6.2018, in Kartitsch wieder die traditionell seit Jahrhunderten gepflegte Berg- und Häuserbeleuchtung auf dem Programm.
Alljährlich werden am Vorabend des Herz-Jesu Festes, welches immer am zweiten Sonntag nach Fronleichnam gefeiert wird, in Kartitsch, wie in vielen anderen Tiroler Gemeinden auch, die Berge mit Bergfeuern und christlichen Symbolen in Feuerschrift hell erleuchtet. Auch zu besonderen Anlässen, wie z.B. bei Priesterjubiläen, findet die Berg- und Häuserbeleuchtung statt. Auf den Bergen rund um Kartitsch werden ca. an die 3.000 Einzelfeuer entzündet. Auch die Häuser werden mit Lichtern und leuchtenden christlichen Zeichen geschmückt.
Der geschichtliche Hintergrund der Herz-Jesu-Feuer reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der Tiroler Landesausschuss legte am 1. Juni 1796 vor dem Herz-Jesu-Bild der Bozner Pfarrkirche ein Gelöbnis zum Schutz des Landes gegen äußere und innere Feinde ab und erklärte den Herz-Jesu-Sonntag zum Tiroler Landesfeiertag. Dieses Gelöbnis wird bis heute in Tirol gehalten. Zu diesem Anlass wird alljährlich auch das Herz-Jesu-Fest abgehalten, geprägt durch eine feierliche Prozession und eben durch die Berg- und Häuserbeleuchtung am Vorabend des Festes.
Traditionelle Berg- und Häuserbeleuchtung in Kartitsch am Samstag, 9. Juni 2018, ab ca. 21.00 Uhr anlässlich des Herz-Jesu Festes: Die wunderschöne Häuserbeleuchtung mit den vielen Fensterbildern und Leuchtzeichen wird das gesamte Ortsbild in festliche Stimmung tauchen. Am Dorfplatz wird die Musikkapelle Untertilliach aufspielen.
Schon zu Mittag werden sich am Samstag an die 100 junge und jung gebliebenen Männer und Frauen in die Berge rund um Kartitsch begeben, um mit dem Aufstellen der Kerzen und Lichter zu beginnen. Vieles wurde schon in den vergangenen Wochen vorbereitet, da das Brennmaterial in mühseliger Arbeit auf den Berg getragen, und die diversen Symbole vermessen werden müssen. Alle hoffen auf ein gutes Bergwetter. Die Bergbeleuchtung wird unentgeltlich, in privater Initiative, von verschiedenen Gruppen durchgeführt. Pünktlich zu Beginn der Dämmerung wird man dann auch in diesem Jahr das Aufflackern der ersten Lichter beobachten können. Sowohl auf den Bergen als auch im Tal werden, bei entsprechender Witterung, viele wunderbare christliche Zeichen zu sehen sein. Vom Hollbruckertal bis zur Kinigat wird der ganze Karnische Kamm beleuchtet. Auch auf den Wiesen rund um Kartitsch sollten zahlreiche beeindruckende Feuer lodern.
Während sich die fleißigen Bergfeuermacher zu Tal begeben, werden sich im Ort unzählige Menschen einfinden, um zu den Klängen der MK Untertilliach die wunderschöne Berg- und Häuserbeleuchtung zu bestaunen. Manche Zeichen brennen bis spät in die Nacht hinein, bis die letzten Lichter in der Morgendämmerung erlöschen.
Text: Redaktion, Fotos: Brunner Images



