Haus am Iselsberg nach Erdrutsch abgerissen
Das Mehrfamilienwohnhaus am Iselsberg, das nach starken Regenfällen und einem massiven Erdrutsch eingestürzt ist, wurde am Dienstag, 6.11.2012, abgerissen.
Durch die starken Niederschläge am Montag, 5.11.2012, kam es nicht nur im Osttiroler Lesachtal, sondern auch am Iselsberg zu massiven Bewegungen des Erdreiches. Ein Hang kam ins Rutschen und drückte auf die Außenmauer eines Mehrfamilienhauses. Die Bewohner wurden am Montagnachmittag evakuiert, es kam zu Rissen an der Fassade des Hauses, die Säulen der Autoabstellplätze standen schräg.
In der Nacht von Montag auf Dienstag, gegen 3.00 Uhr, prallte dann ein großer Felsblock gegen eine Wand und brachte diese zum Einsturz. Die B107 wurde gesperrt und für PKW eine lokale Umleitung eingerichtet. Nachdem am Dienstagmorgen die Bezirkshauptfrau, der Bürgermeister, die Einsatzkräfte, die Landesgeologen und Statiker das Wohnhaus begutachtet hatten, wurde entschieden, dass das Objekt abgerissen werden muss. Zu Mittag begann man bereits mit den Abrissarbeiten, die Bewohner durften zuvor auf eigenes Risiko ihre Habseligkeiten noch in Sicherheit bringen und die Autos vom Abstellplatz unterhalb des Gebäudes herausfahren. Am Dienstagabend war dann nur mehr Bauschutt zu sehen. Das Gebäude hat eine Iselsbergerin vor rund zwei Jahren errichtet und an Familien vermietet. Zuletzt lebten im Haus vier Erwachsene und zwei Kinder. Sie sind vorerst bei Verwandten und Freunden untergekommen.
Die Gemeinde versucht, Ersatzwohnungen sowie finanzielle Unterstützung zu organisieren. Die Caritas hätte beispielsweise schon Hilfe angeboten, und im Rahmen des Katastrophenschutzes des Landes dürfte auch Unterstützung möglich sein. Die Gemeinde Iselsberg gab die Auskunft, dass der Hang umfassend gesichert werden muss. Unsicher ist noch, ob das Grundstück jemals wieder bebaut werden kann.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images