HAK-Schüler am Teischnitzkees in Kals: Natur pur statt W-LAN
Die Projektgruppe cliMATE organisierte eine zweitägige Exkursion zum Gletscher am Fuße des Großglockners. Sicherheit und Naturerfahrung im Mittelpunkt.
Zusammen mit den Nationalpark-Rangern Andreas Angermann und Emanuel Egger sowie den beiden Bergführern des Alpinkompetenzzentrums Franz Holzer und Martin Rainer machten sich die SchülerInnen der vierten Jahrgänge am 24. September auf den Weg zum Teischnitzkees am Fuße des höchsten Berges Österreichs. Organisiert wurde die Tour von Kathrin Fercher, Isabell Steidl, Johanna Lukasser und Elisabeth Leiter. „Das Klima- und Gletschercamp passt sehr gut zu unserem aktuellen Programm mounTEENcoaching. Damit wollen wir Jugendlichen die Schönheit, aber auch die Gefahren von Gletscherbegehungen näher bringen”, betonte Martin Rainer.
Trotz des stürmischen und kühlen Wetters konnten die HAK-Schüler bereits beim Aufstieg einige Vertreter der „Big Five”, nämlich Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere und Steinadler, sichten. Nach dem Mittagessen auf der Stüdlhütte wanderte eine Gruppe von 18 SchülerInnen mit den beiden Bergführern zum Teischnitzkees auf gut 3.000 Metern Seehöhe. Ausgestattet mit Steigeisen und Winterausrüstung, ging es auf das „ewige Eis”. Aufgrund des Wetters hatte sich eine zusätzliche, rutschige Eisschicht gebildet. Der schwindende Gletscher und die bis zu 30 Meter tiefen Spalten hinterließen einen im wahrsten Sinne des Wortes „coolen” Eindruck bei den Jugendlichen. Einige Mutige ließen sich sogar in eine Gletscherspalte abseilen.
Nach einem Abendessen auf der Stüdlhütte wurde der Abend durch spannende Vorträge zu den Themen Gletscherkunde und Bergrettung abgerundet. Das Ziel der Projektgruppe, die Auswirkungen des Klimawandels anhand des Gletscherschwundes aufzuzeigen, ist den vier angehenden Maturantinnen damit bestens gelungen. Die Inhalte des Naturwissenschaftsunterrichts konnten direkt in der Natur vertieft werden. „Auch die Bewegung in der Bergwelt und die Begegnung mit interessanten Menschen haben uns inspiriert. Bedanken möchten wir uns neben den Nationalpark-Rangern und Bergführern auch bei den Raiffeisenbanken Oberes Mölltal und Sillian, die diesen hochalpinen Ausflug finanziell unterstützten”, resümierte Projektleiterin Kathrin Fercher.
Text: Redaktion, Fotos: Martino Le

