Theaterstück thematisiert ein berührendes Osttiroler Frauenschicksal

Nach dem Erfolg ihres Stückes im Vorjahr widmet sich die Gruppe FrauenART heuer dem Leben des „Siggitzer Moidele“. Die Premiere findet im „Kunsthaus Sinnron“ am 23.8. statt.

Im Stück „Die Vorbeterin“ stellt die Theatergruppe das Leben der Dölsacherin Maria Rogl, auch bekannt als „Siggitzer Moidele“, nach. Grundlage der berührenden Geschichte sind Visual History-Interviews, welche die Filmemacherin Ruth Deutschmann 2008 mit dem „Siggitzer Moidele“ führte. Ein Jahr lang hat sich FrauenART mit dem Leben der selbstbewussten Dölsacherin auseinandergesetzt und in zehn „Lebensbildern“ verdichtet: Vom lebhaften Kind, dem fürwitzigen jungen Mädchen, das mit 18 Jahren zum Reichsparteitag eingeladen wurde, vom Angesehen-Sein in der Dorfgemeinschaft bis zum Ausgegrenzt-Werden, vom Leben mit den Kindern, vom Sich-Nicht-Unterkriegen-Lassen und vom Trost, den sie im Beten fand.

Das Moidele war im weiten Sinn des Wortes eine „Bekennende“ – zum Leichten und zum Schweren in ihrem Leben, zu allen Schicksalsschlägen und schließlich zu ihrem Glauben und Hoffen. Die Inszenierung des Theaterstücks lag in den bewährten Händen von Roswitha Selinger, dramaturgisch beraten von Theaterfachmann Ekkehard Schönwiese. Der Titel „Die Vorbeterin“ bezieht sich darauf, dass Maria Rogl in ihrer Heimatgemeinde bei Begräbnissen als Vorbeterin fungierte. Die Dölsacherin verstarb im Jänner 2018 im 99. Lebensjahr.

Hier der Link zu einem Videoclip von den Proben zur „Die Vorbeterin“:

Die Premiere findet am Freitag, 23. August, um 20.00 Uhr im Kunsthaus Sinnron in Dölsach statt. Die Termine der weiteren Aufführungen, jeweils im Kunsthaus Sinnron, sind: 23.8.2019, 20.00 Uhr, 24.8.2019, 20.00 Uhr, 25.8.2019, 20.00 Uhr, 30.8.2019, 20.00 Uhr, 31.8.2019, 20.00 Uhr, 1.9.2019, 20.00 Uhr, 6.9.2019, 20.00 Uhr, 7.9.2019, 20.00 Uhr und 8.9.2019, 20.00 Uhr. Karten im Vorverkauf sind in der Trafik Helmut Semrajc in Lienz beim Kino erhältlich, Restplätze an der Abendkassa!

 

Text: Redaktion, Foto: Herbert Steurer, Video: Ekkehard Schönwiese

02. August 2019 um