Goldene Hochzeit: Gemeinde Virgen ließ fünf Jubelpaare hochleben

Zu einer geselligen Feierstunde in den Gasthof Rose lud die Gemeinde Virgen am Dienstag, 27. Jänner, fünf Paare ein, die im vergangenen Jahr Goldene Hochzeit feierten – also seit 50 Jahren verheiratet sind.

Bezirkshauptfrau Bettina Heinricher und Vizebürgermeister Wolfgang Gasser gratulierten den Jubelpaaren und überbrachten die Geschenke.

Elsa und Gottfried Joven

Elsa und Gottfried Joven wohnen in ihrem selbst errichteten Eigenheim in Mellitz. Zwei Kinder und mittlerweile drei Enkelkinder gehören zur Familie. Elsa, geborene Bacher aus Virgen, war vor der Hochzeit im Gastgewerbe tätig. Auch danach vermietete sie im eigenen Haus Zimmer mit Frühstück und später eine Ferienwohnung. Gottfried stammt aus Wolfsberg/St. Margarethen und lebt seit 1972 in Virgen. Nach der Maurerlehre und der Polierschule war er im Baubezirksamt Lienz tätig. Ab 1977 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2011 war er als Bauleiter für zahlreiche Wasserbauprojekte verantwortlich.

Gottfried widmet sich seit über 30 Jahren mit großer Leidenschaft seinem Fischteich, den er auch für Gäste öffnete und immer weiter ausbaute. Gattin Elsa hat ihn dabei stets tatkräftig unterstützt. Gottfried war über 40 Jahre Mitglied der Schützenkompanie und 14 Jahre Obmann des Pensionistenverbandes. Elsa fand Freude am Tanzen und war lange in der Gruppe „Tanzen ab der Lebensmitte“ aktiv.

Berta und Alois Weißkopf

Alois Weißkopf stammt vom vlg. Bocha in Prägraten und absolvierte nach der Pflichtschule eine Malerlehre, danach arbeitet er viele Jahre auswärts auf großen Baustellen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit war er stets sportlich aktiv – beim Bergsteigen, Klettern und insbesondere beim Skifahren, das zu seiner großen Leidenschaft zählte. Als Mitglied der Bergrettung engagierte er sich und war bei vielen Einsätzen dabei.

Berta, geborene Mariacher, kommt aus Virgen und war beruflich als Köchin tätig, zunächst auf Saison und später im Altersheim in Matrei. Auch sie war stets unternehmungslustig und sportlich mit ihrem Gatten unterwegs. Besonders gerne blicken die beiden auf die ausgedehnten Motorradtouren, die sie regelmäßig zusammen unternahmen. In den 1970er-Jahren errichteten die beiden ihr Eigenheim in Virgen. Aus ihrer Ehe ging eine Tochter hervor, die ihnen drei Enkelkinder schenkte, auf die sie besonders stolz sind.

Elisabeth und Albert Mariacher

Im April 1975 gaben sich Elisabeth, geborene Brugger, und Albert Mariacher vom vlg. Weber in Mitteldorf das Ja-Wort. Albert erlernte den Beruf des Malers bei der Firma Amoser in Matrei. Danach war er beruflich auswärts tätig – unter anderem bei der Firma Schöndorfer, bei Liebherr und schließlich beim Unternehmen Fröschl, wo er rund 30 Jahre beschäftigt war. Zudem gehörte Albert über viele Jahre der Feuerwehr an und engagierte sich bei der Löschgruppe Mitteldorf.

Elisabeth, geborene Brugger, wuchs mit ihren Geschwistern am Gereitahof im Weiler Bichl in Matrei auf. So war sie von klein auf gewohnt, tatkräftig mitanzupacken. Sie arbeitete später im Gastgewerbe und war auch nach ihrer Hochzeit neben Familie, Haus und Zimmervermietung beim Jagawirt in Mitteldorf tätig. Mit dem Bau eines schönen Eigenheims in Mitteldorf schufen Elisabeth und Albert ein Zuhause für sich und ihre drei Söhne. Neben der Arbeit blieb stets Zeit für gemeinsame Unternehmungen, wie Wanderungen und Bergtouren. Besondere Freude bereiten ihnen ihre Enkelkinder, mit denen sie gerne Zeit verbringen.

Elisabeth und Alfred Entstrasser

Alfred wurde 1952 als ältestes von sieben Kindern beim „Jobmer“ in der Honiggasse geboren. Nach der Volksschule in Virgen und der Hauptschule in Matrei besuchte er die HTL Mödling (Fachrichtung Elektrotechnik). 1972 begann er bei SIEMENS in München zu arbeiten, wo er in der Konstruktion und später in der Softwareentwicklung für Komfort- und Chipkartentelefone tätig war. 1998 konnte schließlich der lang gehegte Wunsch nach einer Rückkehr in die Heimat verwirklicht werden. Seitdem arbeitet Alfred in Obermauern im Homeoffice für eine Elektronikfirma in München.

Elisabeth, geboren 1953 beim „Heisl“ in Obermauern, absolvierte Ausbildungen im Gastgewerbe und in der Hauswirtschaft und half in der Landwirtschaft und Frühstückspension ihrer Eltern mit. Bei der Jungbürgerfeier 1973 lernten sich Alfred und Elisabeth kennen, zwei Jahre später wurde geheiratet. Das junge Paar lebte fortan mit ihren beiden Kindern in München. Nach mehreren Jahren des Pendelns kehrten sie nach Obermauern zurück und bezogen ihr neu errichtetes Eigenheim.

Elisabeth kümmerte sich mit viel Herz um Haushalt und Familie und arbeitete zeitweise in einer Elektronikfirma, später bis zu ihrer Pensionierung bei der Firma Anita in Matrei. Heute engagiert sie sich im Sozialbereich der Gemeinde sowie beim Tanzen ab der Lebensmitte, beim Kneippturnen und bei SelbA. Alfred ist seit 1998 begeistertes Mitglied des Männerchors, davon 15 Jahre als Obmann, war zwei Perioden im Pfarrgemeinderat und ist seit Jahren Kassier der Wassergenossenschaft Obermauern.

Die große gemeinsame Leidenschaft des Paares ist seit vielen Jahren das Club-Tanzen in Lienz. Außerdem genießen die beiden das Bergwandern mit Freunden und ganz besonders die Zeit mit ihren beiden Enkelkindern, die ihnen viel Freude bereiten.

Dora und Josef Berger

Mit Dankbarkeit blicken Dora und Josef Berger auf fünf Jahrzehnte gemeinsamen Lebens zurück. Beide stammen aus Niedermauern – Josef vom vlg. Talla und Dora vom Preisnhof – und kennen sich wohl schon seit Kindertagen. Aus Freundschaft wurde Liebe, und im November 1975 läuteten schließlich die Hochzeitsglocken für das junge Paar. Drei Kinder bereicherten schon bald das Familienglück. Dora und Josef errichteten ihr Eigenheim in Niedermauern, wo auch die Zimmervermietung über viele Jahre ein willkommenes Zubrot und eine schöne Begegnung mit Gästen war.

Josef arbeitete als Zimmerer und war viele Jahre auf Baustellen auswärts tätig, unter anderem 33 Jahre bei der Firma Porr. Heute sind Dora und Josef noch immer ein rüstiges Paar. Dora war mehrere Jahre mit Freude bei der Gruppe „Tanzen ab der Lebensmitte“ dabei. Josef ist gerne sportlich unterwegs – ob im Tal oder am Berg – und hat in den letzten Jahren das E-Biken für sich entdeckt. Beide genießen es, Zeit mit ihren Kindern und Enkelkindern zu verbringen.

 

 

Text: Redaktion, Foto: Ingrid Wibmer

06. Februar 2026 um