Gesundheitszentrum im Südsudan vor Fertigstellung

Das Mondikolok Health Center, das der Verein Osttirol für Jalimo errichtet, ist fast fertig. Im November wird vor Ort geschaut, ob Betriebsstart im Jänner 2015 möglich ist.

Große Freude herrscht bei Dr. Franz Krösslhuber und Hans Themessl vom Verein Osttirol für Jalimo. Seit Jahren arbeitet der Verein daran, die medizinische Versorgung im Südsudan zu verbessern – mit dem Bau eines Gesundheitszentrums bzw. mit dem Vorhaben, die Zusammenarbeit zwischen medizinischen und sozialen Einrichtungen der Region zu intensivieren. Der Verein hat in den letzten Jahren viel Unterstützung von heimischen Privatpersonen, Firmen und Organisationen erfahren. Es wurden Benefizveranstaltungen organisiert, Geld wurde gespendet, Ärzte, Studenten und Handwerker halfen beim Aufbau vor Ort.

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Nun steht das Health Center in Mondikolok kurz vor der Fertigstellung. „Es ist ein einzigartiger Bau entstanden, der die Philosophie des Projektes widerspiegelt. Wichtig waren uns vor allem die Klarheit in den Funktionen, wenig Energieaufwand, die Verwendung von regionalen Bautraditionen und Materialien, der Einsatz von lokalen Arbeitern und wenn notwendig die Ergänzung mit Fachleuten aus Osttirol“, so Franz Krösslhuber.

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Nun ist das Mondikolok Health Center (MHC) fast fertiggestellt. Das Ambulanzgebäude besteht aus zwei Untersuchungsräumen, einem Eingriffsraum, einem Überwachungsraum für akut schwer Erkrankte, einem Raum für Ultraschall und Röntgen sowie einem Labor. Das Administrationsgebäude enthält eine Apotheke, Aufnahme- und Wartebereich, Lager-, Personal- und Besprechungsräume. Ein Watchmanraum, eine Kochgelegenheit für Wartende (später für Angehörige von stationären Patienten), Räume für Elektrik und Photovoltaik, Wasserpumpe und Wassertank, ein Regenwasserspeicher, Trockentoiletten, eine Kläranlage, eine Stuhldeponie und ein Verbrennungsofen für medizinischen Abfall ergänzen das Gesundheitszentrum.

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„Derzeit sind wir dabei, den Container mit medizinischen Geräten und Material zu befüllen. Wir haben viele Sachspenden auch von Ärzten, vom Bezirkskrankenhaus Lienz und anderen Krankenhäusern und Firmen – wie zum Beispiel Liebherr – bekommen. Die Stadtgemeinde Lienz stellt uns Räume für die Lagerung dieser Gerätschaften zur Verfügung“, freut sich Hans Themessl über die Mithilfe von vielen. Franz Krösslhuber wird im November wieder in den Südsudan reisen, um abzuklären, ob der Bau soweit fertig ist, dass im nächsten Jänner ein Betriebsstart möglich ist. Er wird den medizinischen Aufbau in die Wege leiten. „Man kann das natürlich in Afrika vom Zeitfenster her nicht so genau planen wie bei uns in Europa, aber wir sind zuversichtlich, dass bereits im ersten Halbjahr 2015 erste Behandlungen durchgeführt werden können“, so Themessl. Er weist besonders auch auf die gute Zusammenarbeit mit dem Comboni-Orden hin. „Wegen dieser fruchtbringenden Kooperation haben wir das Health Center auch nach Mondikolok – 25 km nördlich von Jalimo – verlegt“, so Themessl.

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Bis jetzt wurden knapp 270.000 Euro verbaut, gespendet wurden ca. 390.000 Euro. „In dieser Summe sind die Sachspenden nicht enthalten. Ohne die vielen Geld- und Sachspenden wäre die Durchführung des Projektes niemals möglich gewesen“, so Themessl. Franz Krösslhuber wird während seines Afrika-Aufenthaltes im November einen Kurs des Schweizer Tropeninstitutes Basel in Tansania besuchen. Für die Zukunft ist auch ein Austausch mit österreichischen Jungärzten – vor allem aus Osttirol – geplant.

Die nächste Benefizveranstaltung ist der Multimediavortrag „Neuland“ mit Extrembergsteiger Peter Ortner am Samstag, 25. Oktober 2014, im Gemeindesaal Tristach. Der Osttiroler Alpinist wird über seine Erstbegehungen in den Alpen und auf der ganzen Welt berichten. Kartenvorverkauf in allen Geschäftsstellen der Volksbank Osttirol, im Tourismusbüro Lienz, im Gemeindeamt Tristach und im Büro Themessl in Lienz. Der Gesamterlös kommt dem Spitalsprojekt zugute.

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Der Verein Osttirol für Jalimo bittet, auch weiter kräftig zu spenden, damit das Mondikolok Health Center fertig gestellt und möglichst gut mit medizinischem Gerät ausgestattet werden kann: Konto bei Volksbank Osttirol-Westkärnten IBAN AT55 4073 0000 0001 7523, BIC OVLIAT21

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol für Jalimo (David Kraler, Eva Huber, Chr. Lachberger)

 

 

15. Oktober 2014 um