Gelungenes Um- und Ausbauprojekt in Matrei
Am 12.4. wurden in der Iseltaler Marktgemeinde die neuen Räumlichkeiten im 3. Obergeschoß des Wohn- und Pflegeheimes nach erfolgreichem Abschluss aller Arbeiten offiziell eingeweiht.
In Anwesenheit von LA Bgm. DI Elisabeth Blanik, der Obfrau des Bezirksverbandes der Wohn- und Pflegeheime Osttirol, des Standortbürgermeisters BR Dr. Andreas Köll und des Verwaltungsleiters Franz Webhofer freuten sich MitarbeiterInnen und Heiminsassen über das gelungene Um- und Ausbauprojekt.
Das Wohn- und Pflegeheim Matrei war in den Jahren 1983/84 errichtet worden – damals konzipiert als Wohnheim für 40 SeniorInnen mit niedriger Pflegestufe. 1994 bis 1996 wurde ein Pflegetrakt mit 42 Betten dazugebaut. Zwischenzeitlich stieg der Bedarf an Heim- und Pflegeplätzen nicht nur in der Region Iseltal, sondern im gesamten Bezirk massiv an. Geändert hat sich auch, dass das Land Tirol angesichts der demographischen Entwicklung Personen mit geringem Pflege- und Betreuungsaufwand hinkünftig nur mehr in Ausnahmefällen in Langzeitpflegeeinrichtungen versorgen will. Aus diesen Gründen wird das Matreier Wohn- und Pflegeheim sukzessive in ein normgerechtes Pflegeheim zur Unterbringung und Betreuung von alten Menschen mit hoher Pflegebedürftigkeit umgebaut. Personen mit geringem Pflegebedarf sollen in Zukunft verstärkt durch Angehörige und mobile Dienste, wie Sozial- und Gesundheitssprengel, zu Hause versorgt werden. Die Wohn- und Pflegeheime des Bezirkes sollen dies durch den Ausbau von Dienstleistungen zur Entlastung der häuslichen Pflege mit den Angeboten der Kurzzeit-, sowie der Tagespflege und des offenen Mittagstisches für SeniorInnen unterstützen.
Im Matreier Wohn- und Pflegeheim wurde dafür in einem ersten Bauabschnitt das 3. Obergeschoß in einen Wohnbereich mit fünf Einbettzimmern und einem Zweibettzimmer für die Kurzzeitpflege sowie einen Ruheraum für die Tagespflege umgestaltet. Die Einheiten verfügen über barrierefreie Sanitäreinrichtungen und weisen mit den neuen durchgehenden Dachgauben eine gleichmäßige Raumhöhe und verbesserte Belichtung auf. Böden, Wände, Fliesen, Innentüren und Ausstattung wurden erneuert, die Wärmedämmung verbessert und sämtliche Elektro-, Wasser-, Heizungs- und Lüftungsinstallationen modernisiert. Mit einer „Defregger Zirbenstube“ steht den Heimbewohnern und ihren Besuchern sowie den Kurzzeit- und Tagespflegegästen ein gemütlicher Aufenthaltsraum zur Verfügung.
In unmittelbarer Nähe des Wohn- und Pflegeheimes Matrei wird übrigens die OSG in nächster Zeit eine Anlage für betreutes Wohnen – hauptsächlich, aber nicht ausschließlich für ältere Personen – realisieren. Beabsichtigt ist auch die Errichtung eines Verbindungsganges zum Wohn- und Pflegeheim.
Text: J. Hilgartner, Fotos: Brunner Images


