Gedenkmesse auf Schleinitz mit besonderem Kreuz
Drei Berufsschüler fertigten im Rahmen eines Schulprojektes ein 10 Meter breites und 15 Meter hohes Aluminiumkreuz, das am 24. und 25.7. auf der Schleinitz leuchten wird.
Im Frühjahr 1950 fanden sich in Oberdrum, einer Fraktion der Gemeinde Oberlienz, junge Männer, die aus dem II. Weltkrieg gesund zurückgekehrt waren, zusammen, um als Zeichen des Dankes ein „Heimkehrerkreuz“ auf der Schleinitz zu errichten. Die Idee wurde rasch in die Tat umgesetzt und so konnten im Juli 1950 die einzelnen Teile des Kreuzes zuerst mit einem Pferdefuhrwerk bis zu den letzten Almen und dann mit Manneskraft auf die Schleinitz hinauf befördert werden. Dort steht – seit nunmehr 65 Jahren – dieses Symbol des Glaubens, das Wanderer auf den mit 2.905 Metern höchsten Berg im Lienzer Talboden schon von weitem sehen können.
Im Gedenken an die Kreuzerrichter von damals und aus Anlass des 65-jährigen Bestehens des Schleinitzkreuzes wird am 26. Juli eine Messe abgehalten. Bereits am Vorabend, dem 25. Juli, werden Bergfeuer um und auf der Schleinitz und am Kamm brennen. Vor dem originalen, 65 Jahre alten christlichen Symbol, wird an diesen beiden Tagen ein zweites Kreuz stehen, gefertigt aus Aluminium und ausgestattet mit LED-Lampen, sodass es auch vom Talboden aus sichtbar sein wird. Hergestellt wurde es von einem Dreier-Team der Berufschule Lienz – von Daniel Waldner, Bianca Berger und Tobias Mattersberger, die in den letzten Monaten, unter Leitung ihres Lehrers Klaus Oberegger und im Bereich der Elektronik unterstützt von Michael Kurzthaler, viele Arbeitsstunden in dieses ganz besondere Projekt gesteckt haben. Am Freitagabend, 17.7., wurde das Gedenkkreuz, das in 18 Einzelteile zu je 1,8 Metern zerlegt werden kann, vor dem Gebäude der FF Oberdrum zur Präsentation aufgestellt und erstmals beleuchtet. Gleichzeitig zeigte die Schülergruppe auch die neue Gedenktafel, die auf der Schleinitz verbleiben und dort fix montiert wird. Das Aluminiumkreuz hingegen wird wieder abmontiert und könnte im nächsten Jahr von einem anderen Berggipfel, z.B. vom Spitzkofel, leuchten.
Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Oberhauser, selbst Mitglied der FF Oberdrum, und FF-Oberdrum Kommandant Hansjörg Stotter freuten sich ebenso wie der Thurner Bürgermeister Reinhold Kollnig – der Schleinitzgipfel befindet sich seinen Angaben nach auf Thurner Gemeindegebiet – über die gelungene Arbeit. Sie alle betonten die gute Zusammenarbeit in den Gemeinden auf der Sonnseite. Bgm. Kollnig hob hervor, dass es wichtig sei, wenn junge Menschen religiöse Werte und Traditionen weitertragen. Kdt. Stotter unterstrich, dass es nicht selbstverständlich sei, dass es bei uns nun schon seit 70 Jahren keinen Krieg mehr gebe und bezeichnete das Kreuz als „Botschaft des Friedens“.
Text: E. Hilgartner, Fotos: Brunner Images

