Freiwilligendienst als „Schule fürs Leben“
Im Citycenter Lienz betreuen Freiwillige derzeit einen Benefiz-Flohmarkt. Den Erlös erhält der Sozialladen Lienz und kann damit wieder Lebensmittel einkaufen.
Stefanie Pircher kümmert sich mit drei anderen Teilnehmern der „Produktionsschule Osttirol“ um den Stand des Sozialladens. „Es geht um den guten Zweck, und da wollen wir dabei sein“, so die Jugendlichen. Ohne die Freiwilligen und die Hilfe der Wiener Städtischen Versicherung wäre dieser Flohmarkt nicht machbar, betont Mag. Monika Reindl-Sint vom Freiwilligenzentrum. Gemeinsam mit dem Sozialladen organisierte sie die Aktion. „Jungen Leuten traut man oft wenig zu. Bei dieser Arbeit am Flohmarkt, im Sozialladen oder auch bei Firmen-Praktika zeigen sie sich aber immer sehr fleißig und engagiert. Sie erleben, dass sie etwas bewegen können“, so Josef Luxenberger, Coach bei der Lebenshilfe.
Ob Mathematik-Training, Berufsvorbereitung oder Einradfahren – in der Produktionsschule lernen die Jugendlichen, dass sie sich etwas zutrauen können. „Die jungen Leute kommen jeden Tag pünktlich hierher, und das völlig freiwillig“, so Luxenberger. Derzeit nutzen acht Teilnehmer das Angebot. Die Initiative des Sozialministeriums soll jungen Menschen zu einer Ausbildung und Arbeit verhelfen. Vier Teilnehmer bringen sich derzeit täglich beim Benefiz-Flohmarkt ein. „Ohne diese verlässliche Truppe hätten wir dieses Projekt nicht umsetzen können“, so Silvia Kilzer vom Sozialladen. Sie dankt vor allem auch dem Citycenter Lienz und den Warenspendern.
Text: Redaktion, Fotos: Petra Stranger/FWZ Osttirol




