Freiwillige halfen bei Einsatz im Hochgebirge
Die Tiwag fördert im Rahmen eines Projektes freiwilliges Engagement ihrer Mitarbeiter. Osttiroler Bedienstete halfen nun dem Alpenverein in der Venedigergruppe.
Die Energieversorgungsanlage auf der Bonn-Matreier Hütte (2.750 Meter) im Virgental musste vor kurzem erneuert und erweitert werden, da die Kapazitäten der bestehenden Energieversorgung nicht mehr ausreichten. Ein tonnenschwerer Batterienverbund, zusammengesetzt aus 24 Blei-Gel-Akkus und 20 Module für die Erweiterung der Photovoltaik-Anlage, musste dazu ins Hochgebirge gebracht und in der Hütte bzw. auf dem Dach des Schutzhauses montiert werden.
v.l.n.r.: Ein Mitarbeiter der Firma Meisl mit den Tiwag-Mitarbeitern Michael Ganner, Harald Saiger und Roland Taferner im Technikraum der Hütte
Neben Laster, Traktor und Hubschrauber waren dazu freiwillige Helfer notwendig. Sechs Mitarbeiter der Tiroler Wasserkraftwerke AG (TIWAG) meldeten sich freiwillig zu diesem kräftezehrenden Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen dem Alpenverein und der Tiwag kam auf Vermittlung des Freiwilligenzentrums (FWZ) Osttirol zustande. „Ich sehe mich als Schnittstelle von Vereinen, die Hilfe brauchen, und in diesem Fall der Tiwag, die das freiwillige Engagement ihrer Mitarbeiter fördert“, erklärt dazu Mag. Monika Reindl-Sint vom FWZ Osttirol. Die Tiwag unterstützt 2015 das Freiwilligen-Engagement ihrer Mitarbeiter, indem diese, wenn sie sich in ihrer Freizeit in Vereinen oder sozialen Einrichtungen engagieren, zusätzlich einen Urlaubstag bekommen.
Raimund Mühlburger, Vorsitzender des Alpenvereins Matrei, war schon bei der Kontaktaufnahme durch das FWZ von dieser Initiative der Tiwag begeistert: „Der Alpenverein lebt von ehrenamtlichem Engagement. Rund 22.000 Freiwillige engagieren sich allein für den Österreichischen Alpenverein. Weil der Arbeitsdruck in den Betrieben steigt, wird es für viele Mitarbeiter immer schwieriger, ehrenamtlich zu arbeiten oder Funktionen in Vereinen zu übernehmen. Deswegen finde ich es sehr hilfreich und innovativ, wenn Unternehmen das freiwillige Engagement ihrer Mitarbeiter unterstützen.“
Die Bonn-Matreier Hütte in der Gemeinde Virgen wurde 1932 eröffnet und wird seitdem von den Sektionen Bonn des Deutschen Alpenvereins und Matrei des Österr. Alpenvereins betrieben. Mit einer Nennleistung von 5 KWp kann die neue Photovoltaikanlage an einem sonnigen Tag im Sommer bis zu 25 KWh Strom erzeugen. 20 Module mit einer Gesamtfläche von 33,5 m² wurden zusätzlich zu den bestehenden auf dem Hüttendach montiert. Die restliche benötigte Energie liefert ein Blockheizkraftwerk. Die überschüssige Energie wird in einem Batterienverbund gespeichert. Die Säure-Batterien wurden jetzt gegen Blei-Gel-Akkus getauscht. Der Batterienverbund besteht aus 24 Zellen und hat bei einer Gesamtspannung von 48 V und einer Kapazität von 2.000 Ah einen Energiegehalt von 96 KWh. In Batterientausch und Erweiterung der PV-Anlage hat der Alpenverein rund 47.000 Euro investiert.
Text: Redaktion, Fotos: Alpenverein, Tiwag

