Flüchtlinge: Interview mit Georg Mackner von der TSD
In der Lienzer Angerburg wurden weitere 70 Flüchtlinge untergebracht. Das alte Widum in Leisach wird derzeit geprüft. In Virgen erfolgt Besiedelung im Lauf des Oktobers.
Wir sprachen mit Dr. Georg Mackner von der Tiroler Soziale Dienste GmbH über aktuelle Entwicklungen und Vorhaben in Sachen Unterbringung von Flüchtlingen in Osttirol.
Wie viele weitere Flüchtlinge wurden in der Angerburg in Lienz untergebracht?
Ende letzter Woche sind in der Angerburg rund 70 weitere Flüchtlinge untergebracht worden. Janette Schneider ist derzeit dabei, alles zu organisieren. Laut Informationen, die mir vorliegen, ist die Angerburg derzeit voll, und es können dort keine weiteren Asylwerber aufgenommen werden.
Was ist für Leisach geplant? Bgm. Dietmar Zant hat uns gesagt, dass das alte Widum als Unterkunft für Flüchtlinge geprüft wird.
Ja. Wir prüfen derzeit dieses Objekt. Die Bezirkshauptmannschaft und die Amtsärztin haben es als geeignet für die Flüchtlingsunterbringung befunden. Wir sind derzeit dabei, uns einen Überblick zu verschaffen und die vertraglichen Parameter zu erarbeiten. Es wird jedenfalls nur eine kleine Flüchtlingsunterkunft werden. Acht bis zehn Personen könnten in Leisach unterkommen. Morgen Dienstag, 13. Oktober, gibt es eine Informationsveranstaltung in Leisach, bei der auch mein Kollege Thomas Ouchan informieren und für Fragen der Bevölkerung zur Verfügung stehen wird.
Wie geht es mit der Flüchtlingsunterbringung in Virgen weiter, gibt es außerdem konkrete Pläne für Osttirol?
Die Besiedelung des Objektes in Virgen hat sich etwas verzögert. 18 bis 20 Personen werden dort noch im Laufe des Oktobers untergebracht. Weitere konkrete Pläne sind mir gegenwärtig für den Bezirk Lienz nicht bekannt.
Heute haben Sie verlautbart, dass in Tirol Traglufthallen als Flüchtlings-Unterkünfte zum Einsatz kommen. Was können Sie uns dazu sagen? Sind solche Hallen auch für Osttirol vorgesehen?
Es läuft derzeit ein Ausschreibungsverfahren für diese Traglufthallen. Eine solche Halle dient beispielsweise jetzt schon in Taufkirchen in Bayern als Unterkunft für Flüchtlinge. Das Ausschreibungsverfahren läuft für drei Hallen, in denen jeweils 240 Personen Platz finden. Für die Aufstellung der Traglufthallen suchen wir derzeit in ganz Tirol Standorte.
Interview: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images, Osttirol heute



