Feuerwehr gibt Tipps für ungetrübten Rutsch
Wenn in der Silvesternacht wieder tausende Feuerwerkskörper abgebrannt werden, ist Vorsicht geboten. Wir sprachen mit dem Bezirksfeuerwehrkommandanten darüber.
Wenn in der Silvesternacht die Pummerin das neue Jahr einläutet, wird auch der Himmel über vielen Osttiroler Ortschaften wieder von zahlreichen Feuerwerken hell erleuchtet sein. Das Abschießen von Feuerwerkskörpern sorgt zwar für eine besonders festliche Stimmung, es besteht jedoch auch die große Gefahr, dass Brände im Wohngebiet, im Wald und auf Feldern entstehen. „Im bebauten Gebiet ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern grundsätzlich verboten“, erklärt Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Oberhauser. Aber auch beim Abschießen von pyrotechnischen Artikeln im freien Gelände sei besondere Vorsicht geboten. „Wenn es keinen oder nur wenig Schnee gibt, sind die Böden vielfach ausgetrocknet und die Wiese und der Wald leicht entzündbar“, so der Kommandant. Von herabfallenden Feuerwerkskörpern könne so leicht ein Flächenbrand ausgelöst werden.
Oberhauser empfiehlt, den Platz, wo Feuerwerkskörper abgeschossen wurden, nicht gleich zu verlassen. „Es soll genau kontrolliert werden, ob kein Material mehr brennt, und alle Glutreste müssen ausgelöscht werden“, so Oberhauser. Er appelliert, dass bei Trockenheit – wie sie derzeit herrscht – ganz behutsam mit Feuerwerkskörpern umgegangen wird. „Am besten, man lässt das Feuerwerk überhaupt weg“, meint der Feuerwehrkommandant. Er weist in diesem Zusammenhang auch auf die durch Feuerwerke hervorgerufene Umweltbelastung hin. „Die Verschmutzung der Luft ist in der Silvesternacht so hoch wie im ganzen Jahr nicht. Auch das verbrannte Material, das wieder vom Himmel zurückgekommen ist, verschmutzt die Landschaft. Es sollte unbedingt nach dem Jahreswechsel wieder eingesammelt und entsorgt werden“, so Oberhauser.
Im Falle eines Brandes sollte sofort der Feuerwehr-Notruf 122 angerufen werden, damit die Feuerwehr ausrücken und das Feuer schon in der Entstehung bekämpfen kann. „Der schnelle Einsatz ist wichtig. Oft schon sind Feuerwerkskörper in Nebengebäuden – wie Scheunen oder Holzhütten – gelandet, und die Feuerwehr konnte nur durch schnellen Einsatz die Entstehung oder das Aurbreiten eines Brandes verhindern”, so Herbert Oberhauser abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: R. Mühlburger, Symbolbild
