„Familienväter sollen bei Kindern bleiben können“
Um den reibungslosen Ablauf des Verkehrs kümmern sich an Weihnachten die Mitarbeiter der Tunnelzentrale am Felbertauern. Einer von ihnen: Mathias Oberschneider.
Von besonderen beruflichen Erlebnissen am Heiligen Abend kann der 26-jährige Mathias Oberschneider aus Matrei nicht berichten. Er agiert nämlich abseits des direkten Kundenverkehrs im Hintergrund und ist als Mitarbeiter in der Tunnelzentrale der Felbertauern AG natürlich auch über die Weihnachtsfeiertage u.a. für die Überwachung der Anlagen und der Strecke sowie die Auswertung von Daten und Tagesmeldungen zuständig. Heuer beginnt sein Nachtdienst am Heiligen Abend um 19.00 Uhr und dauert bis in die frühen Morgenstunden.
Zum dritten Mal schon sitzt der junge Techniker in der Weihnachtsnacht an seinem Arbeitsplatz: „Es stört mich überhaupt nicht, am 24. Dezember hier zu sein. Ich stelle mich für diese Zeit gerne zur Verfügung, denn ich habe selbst noch keine eigene Familie und finde, dass die Familienväter bei ihren Frauen und Kindern zu Hause sein sollten!“ Oberschneider, der sich auch beim Roten Kreuz engagiert, weiß, dass es am Weihnachtsabend auf der Felbertauernstraße eher ruhig zugeht. Insgesamt sechs Leute wachen dennoch über den Verkehrsablauf. „Nach Möglichkeit trifft man den einen oder anderen Kollegen in der Tunnelwarte auf ein Gespräch“, so Oberschneider, „aber wir nehmen auch über Funk Kontakt untereinander auf und vertreiben uns so die Zeit.“
Text: Judith Goritschnig, Foto: Raimund Mühlburger