„einzigARTig“ machte Hürden sichtbar

Vor dem Rathaus der Stadt Lienz konnten Kinder und Erwachsene am 20.5. mit verbundenen Augen hautnah die Lebenswelt von Sehbehinderten „erleben“.

„Der Blick in die Gesichter von Menschen mit Behinderung fällt vielen nicht leicht und wird deshalb lieber vermieden“, weiß der Lienzer Sonderschuldirektor Andreas Weiskopf. Mit der Aktion „einzigARTig“ will er durch diverse Diskussionsrunden und öffentliche Aktionen diese Unsicherheit mildern und zu einem neuen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung auffordern.

Riesige Portraits von Schülerinnen und Schülern, aufgestellt an besonderen Plätzen der Sonnenstadt Lienz, sollen die Menschen zum Hinschauen bewegen. „Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben muss auch Menschen mit Beeinträchtigungen möglich sein“, fordert Weiskopf. Die Stadtgemeinde Lienz trage diesem Aspekt mit einem eigenen „Behindertenbeirat“ bereits Rechnung.

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Wie schwierig das Leben von Menschen mit Behinderungen ist, wurde am Dienstag, 20. Mai, vor dem Rathaus der Stadt Lienz gezeigt. Um zu demonstrieren, wie sich der Alltag von Sehbehinderten gestaltet, wurde ein Parcours errichtet, den man mit verbundenen Augen abschreiten konnte. Als einziges Hilfsmittel stand dabei ein Blindenstock zur Verfügung.

Neben zahlreichen Kindern und Erwachsenen versuchten sich auch Vizebürgermeister Meinhard Pargger und „Blind-Climber“ Andreas Holzer am Parcours. Dabei hatte Extremsportler Holzer mehr Probleme als erwartet, was allerdings auf den ungewohnten Blindenstock zurückzuführen war. „Bei meinen Bergtouren bin ich nämlich mit anderen Stöcken ausgerüstet“, lachte der Alpinist.

Text: Redaktion, Fotos: Stadt Lienz/Lenzer

22. Mai 2014 um