Dölsach: Osttiroler Funktionär*innen der bäuerlichen Interessensvertretungen geehrt
Ausgeschiedene Funktionär*innen des Bauernbundes, der Landwirtschaftskammer und der Bäuerinnenorganisation wurden bei einem Ehrungsabend ausgezeichnet.
„Ich möchte von Herzen ‚Vergelt’s Gott‘ für den unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Jahren bzw. Jahrzehnten sagen. Ihr habt euch stets um das Wohlergehen der Osttiroler Bauernfamilien eingesetzt und seid deshalb unverzichtbar für die Osttiroler Landwirtschaft“, so Bezirksbauernobmann LA Martin Mayerl in seinen Grußworten. Er bedankte sich jedoch nicht nur für den Einsatz während der vergangenen Jahre, sondern vor allem auch dafür, dass sich die ausgeschiedenen Funktionär*innen um eine gute „Hofübergabe“ in der jeweiligen Funktion bemüht haben.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern, die sich auf Orts-, Gebiets- und Bezirksebene ehrenamtlich, neben den vielen Arbeiten am Hof, für die Anliegen der heimischen Bauernfamilien stark machen, sind die Basis jeder bäuerlichen Interessensvertretung in unserem Land. Nur durch unsere bäuerlichen Entscheidungsträger*innen vor Ort wissen wir, können wir uns auf allen Ebenen – bis hin zur Bundes- und EU-Ebene – für die Anliegen der heimischen Berglandwirtschaft stark machen. Deswegen möchte ich meinen aufrichtigen Dank allen anwesenden Funktionärinnen und Funktionären aussprechen. Ihr seid die tiefe Wurzel der landwirtschaftlichen Interessensvertretung im Land und Grundstein dafür, dass wir uns weit verzweigt für eine funktionierende, flächendeckende Landwirtschaft stark machen können“, so Bauernbundobmann LH-Stv. Josef Geisler.
In dieselbe Kerbe schlug auch Landesbäuerin und LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid: „Wenn ich in die Reihen der zu Ehrenden schaue, dann wird für mich sehr gut ersichtlich, was Landwirtschaft in Tirol ausmacht: nämlich der Zusammenhalt. Ich bin dankbar, dass auch viele Frauen an diesem Ehrenabend teilgenommen haben, denn wir setzen uns im ganzen Land als Familie für eine funktionierende Landwirtschaft und für die Aufklärung der Gesellschaft ein. Nur gemeinsam können wir als kleine Berufsgruppe unsere große Bedeutung für Land und Leute weitertragen.“
Josef Geisler und Helga Brunschmid gingen auch auf aktuelle Entwicklungen ein: „Die Pandemie hat vielen die Augen geöffnet, und der direkte Zusammenhang zwischen einer funktionierenden und produzierenden Landwirtschaft wurde mit einem Schlag für alle spürbar. Jetzt befinden wir uns in der nächsten Krise, hervorgerufen durch den unsäglichen Krieg in der Ukraine. Es muss uns gelingen, dass auch jetzt die Bevölkerung durch den bewussten Griff zur Regionalität eine flächendeckende Landwirtschaft fördert und nicht durch Sparsamkeit am falschen Ort damit beginnt, zum austauschbaren Billigstprodukt zu greifen. Sonst können unsere Bauern irgendwann einmal nicht mehr für die Versorgungssicherheit im Land sorgen.“
Text: Redaktion, Foto: Tiroler Bauernbund