Diese Jungs aus dem Mölltal schlagen sich super
Musiklehrer und Fegerländer-Chef Walter Grechenig fördert die Jungs der „Percussion Band Mölltal“ auch außerhalb der Musikschule – der Erfolg gibt ihnen Recht.
Kärntens Schlagwerk-Elite kommt aus dem Mölltal. Lukas Sepperer aus Rangersdorf, Klemens Bernhardt aus Heiligenblut, Max Stiboller aus Großkirchheim, Niklas Ladinig und Pascal Bernhardt aus Winklern – so heißen die fünf Mitglieder der „Percussion Band Mölltal“. Vor rund einem Jahr konnten die jungen Oberkärntner bei der Bezirksausscheidung des Wettbewerbs „Musik in kleinen Gruppen“ mit 95 Punkten überzeugen. Sie erzielten damit – zur großen Freude ihres Schlagwerk-Lehrers Walter Grechenig – das beste Ergebnis in den Bezirken Spittal und Villach. Der 30-jährige Lehrer von Lukas, Klemens, Max, Niklas und Pascal ist ein sehr vielseitiger Musiker. Er unterrichtet an der LMS Mölltal ebenso wie in Feistritz und Paternion. Die Palette seiner Unterrichtsfächer ist breit, zu den Instrumenten gehören das Xylophon ebenso wie die Marimba und das Vibraphon oder das Glockenspiel, die kleine Trommel, die Pauke und das Drum-Set. Walter Grechenig ist auch Chef der bekannten volkstümlichen Big-Band „Fegerländer“ und weiß daher ganz genau, wie man fördert und motiviert.

„Nicht wenige Kinder und Jugendliche verspüren nach einer gewissen Zeit an der Musikschule den Wunsch, in einer Gruppe oder Band mitzuspielen und vor Publikum aufzutreten. Die örtlichen Musikkapellen bieten dafür eine sehr gute Möglichkeit“, sagt er. Um seinen Schülern auch abseits der Vereine Gelegenheit zu geben, gemeinsam zu proben, an Projekten zu arbeiten und vor allem aufzutreten, hat er die „Percussion Band Mölltal“ gegründet. „Es geht mir darum, dass die jungen Musiker Bühnenerfahrung sammeln. Öffentliche Auftritte bedeuten, sich selbst zu überwinden, sich anzustrengen und sich zu beweisen. So kann man Selbstvertrauen gewinnen und das eigene Selbstwertgefühl steigern. Ich bin selbst oft erstaunt, wie schnell sich die Kinder musikalisch, aber auch persönlich weiterentwickeln.“
Mit den fünf „Mölltaler Drummer Boys“ – die Buben sind durchschnittlich neun Jahre alt – arbeitet Grechenig sehr gerne. Ihre Faszination für Schlagwerk-Instrumente erklärt er auch damit, dass man damit auf der Bühne große Aufmerksamkeit erzielen kann. „Bei Musikschul-Konzerten beobachte ich oft, dass das Interesse des Publikums wächst, wenn das Schlagzeug ins Spiel kommt. Auch visuell ist bei diesen Instrumenten einiges los – und ich denke, das finden auch die Jungs so cool.“
Walter Grechenig: „Ich überlege mir immer wieder aufs Neue, wie ich die Kinder fördern und motivieren kann. Gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, Stücke einzustudieren und das eigene Können dann vor Publikum unter Beweis zu stellen, ist eine Herausforderung und das direkte, meist sehr gute Feedback der verdiente Lohn.“
Klassische Werke wie die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms stehen genauso auf dem Programm der jungen Mölltaler Schlagwerk-Elite, wie Popularmusik oder Trommelstücke, die eigens für Percussion-Bands komponiert wurden. „Die Zugehörigkeit zu einer Band ist den Buben wichtig. Der Begriff ,Band‘ wirkt schließlich auch cooler als etwa die Bezeichnung Ensemble“, schmunzelt der Oberkärntner Musiklehrer, der immer wieder auch die Zusammenarbeit des Nachwuchses mit den „Fegerländern“ oder anderen Gruppen fördert. In Kooperation mit der Kärntner Gebirgsschützenkapelle konnten die jungen Schlagzeuger aus Oberkärnten so z.B. 2016 mit „Odyssey for Percussion“ bei Neujahrskonzerten in Seeboden und Dellach im Drautal begeistern.
Übrigens: Walter Grechenig feiert mit seinen Fegerländern am Samstag, 4. März, um 19.30 Uhr, in der FH-Kärnten in Spittal an der Drau den 10-jährigen Geburtstag der sehr erfolgreichen Musikgruppe mit einem FESTkonzert. Auch junge Schlagwerker der Musikschule Mölltal wirken mit.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Privat