Der Duft von Weihrauch und Kräutern erfüllt die Luft

Mit der Thomasnacht am 21. Dezember begann wieder die Zeit der Rauhnächte, in denen nach alter Tradition Haus und Hof „geräuchert“ werden, um Unheil abzuhalten.

Als Rauhnächte werden die 12 Nächte um die Jahreswende bezeichnet, wobei es hinsichtlich der Anzahl und des Zeitraumes der Rauhnächte durchaus regionale Unterschiede gibt. Die vier wichtigsten Rauhnächte sind die Nacht des 21. Dezember (Thomasnacht), des 24. Dezember (Christnacht), des 31. Dezember (Silvesternacht) und des 5. Jänner (Dreikönigsnacht). In diesen Nächten wird das Haus vom Familienoberhaupt ausgeräuchert, indem die Glut mit Weihrauch, Palmzweigen von Ostern und Kräutern der Kräuterweihe vermischt wird und man damit durch Haus und Stall zieht, um Unheil abzuhalten. Früher glaubte man, dass dieses Ritual, die Gebete und das verwendete Weihwasser die Hexen und bösen Geister fortjagen könnten, heute soll es den Segen Gottes bringen.

ExQuisine-Fotolia

Text: Redaktion, Fotos: Fotolia.com/The Monk, ExQuisine

23. Dezember 2015 um