Demonstrative Frustration und viel Unmut im Iseltal
In der Iseltaler Gemeinde Prägraten machten sich Gegner der Natura 2000-Politik des Landes und eines geplanten Asylheimes heute Luft: Im Dorf wurden Partezettel angebracht.
Während sich die Bürgermeister der Iseltaler Gemeinden Prägraten, Virgen und Matrei i.O. angesichts der Natura 2000-Ausweisung der schwarz-grünen Landesregierung noch lange nicht geschlagen geben wollen und diesbezüglich am Freitag, 13.3., in Lienz zu einem Pressegespräch unter dem Titel „Naturschutzdiktatur in der Iselregion“ einladen, scheinen nicht wenige Einwohner des Tales angesichts der politischen Entscheidungen aus Innsbruck resigniert zu haben.
In Prägraten wurden als Zeichen von Frust & Unmut an Anschlagtafeln Partezetteln angebracht und der Ort sinngemäß zu Grabe getragen. „Schmerzerfüllt geben wir die traurige Nachricht bekannt, dass unser liebes Dorf …heute nach langem, schwerem und mit großer Geduld ertragenem Leiden … von uns gegangen ist.“
Ironisch-sarkastisch wird u.a. dem Land Tirol, dem Nationalpark, den „Kraftwerksgegnern und Infrastruktur-Verweigerern“, der BH Lienz und dem Natura 2000-Projekt „ein besonderer Dank“ ausgesprochen. Ein „aufrichtiger Dank“ gilt auch der „Frau Tamariske“, die das nächste Hochwasser – so der Wunsch – „bis ans Schwarze Meer tragen möge.“
Text: Redaktion, Fotos: Kratzer, Brunner Images
