Soziales Lernen in der Schule der Dominikanerinnen
17 Schülerinnen der 2. Klassen der Fachschule für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen haben wieder eineinhalb Wochen in sozialen Institutionen mitgeholfen.
Bereits seit 2004 wird in den 2. Klassen der Lienzer Fachschule das Sozialprojekt „Compassion“ durchgeführt, um den Schülerinnen im Ausbildungsschwerpunkt „Gesundheit und Sozialmanagement“ eine Ergänzung ihrer praktischen Erfahrungen zu ermöglichen. Am ersten Donnerstag nach den Semesterferien berichten die Schülerinnen traditionell im Rahmen einer Projektpräsentation von ihrer Mithilfe in sozialen Organisationen. Nach einem Gottesdienst in der Klösterlekirche luden die Schülerinnen am 23. Februar zu dieser Präsentation in den Kolpingsaal.
Auf den „Unsinnigen Donnerstag“ fiel diesmal die Compassion-Präsentation. Direktorin Regina Mayr zeigte sich deshalb im Faschings-Outfit.
„Um sozial verpflichtete Haltungen – wie Hilfsbereitschaft in den Bereichen Soziales, Kommunikation, Kooperation und Solidarität – zu entwickeln, gingen heuer wieder 17 Schülerinnen der 2. Klassen eineinhalb Wochen lang in soziale Einrichtungen, um dort Menschen zu unterstützen“, so Direktorin HR Mag. Regina Mayr. Sie bedankte sich wie Projektleiterin Irmgard Brunner bei den Vertretern der Institutionen für die wohlwollende Aufnahme der Schülerinnen. „Es handelt sich bei Compassion um kein Berufspraktikum, sondern um ein soziales Praktikum. Es gibt Institutionen, die seit 2004 Schülerinnen aufnehmen. Es ist sicher oft auch eine Herausforderung, die Jugendlichen in den Arbeitsalltag zu integrieren. Wir bedanken uns recht herzlich für die Bereitschaft und die Geduld“, so Irmgard Brunner.
Anschaulich erzählten die Schülerinnen von ihren Einsätzen in den sozialen Einrichtungen.
Im Einsatz waren die 17 Schülerinnen diesmal in den Wohn- und Pflegeheimen Sillian und Lienz, im Bezirkskrankenhaus Lienz, in den Kindergärten von Thal, Abfaltersbach und Oberlienz sowie in der Lebenshilfe-Werkstätte in Lienz. Die LehrerInnen besuchten die Schülerinnen wie jedes Jahr auch immer wieder an ihren Einsatzorten und betreuten sie bei Fragen und Problemen. Im Anschluss an die Projektpräsentation durch die Schülerinnen wurden Zertifikate übergeben. „Wichtig ist auch die Begleitung bzw. Aufarbeitung im Unterricht. Wir bereiten die Einsätze immer sehr genau vor und reflektieren sie nach den Semesterferien umfassend“, betonten Direktorin und Projektleiterin.
Text: Redaktion, Fotos: Osttirol heute