Col di Lana-Treffen in Lienz im Zeichen des Friedens

Ganz im Zeichen des Gedenkens an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren stand der heurige Traditionsgedenktag des Jägerbataillons 24 in der Haspingerkaserne am 16. Mai.

Der Gipfel des Col di Lana in den Dolomiten wurde in der Nacht vom 16. auf den 17. April 1916 gesprengt. Alljährlich steigen Soldaten des Hochgebirgs-Jägerbataillons 24 und befreundete italienische „Alpini“ am 17. April auf den Berg, um der schrecklichen Ereignisse zu gedenken und einen Kranz niederzulegen. Die Rückmeldung der Patrouille vom Col di Lana nimmt das Jägerbataillon auch jedes Jahr zum Anlass, den Traditionsgedenktag in der Haspingerkaserne zu begehen. Heuer fand dieser am Freitag, 16. Mai, statt.

Soldaten des Jägerbataillons 24 und des 6. Alpiniregiments aus Südtirol, zahlreiche Traditionsverbände, Carabinieri, Polizei und Einsatzorganisationen nahmen am Festakt teil. Bataillonskommandant Bernd Rott und Johann Gaiswinkler, stellvertretender Kommandant der 6. Jägerbrigade und militärisch Höchstanwesender, schritten gemeinsam mit Bgm. LA DI Elisabeth Blanik als Vertreterin der Garnisonsstadt Lienz und LA DI Hermann Kuenz als Vertreter des Landes die Front ab.

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„Auch hundert Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges darf das Gedenken an die Grauen des Gebirgskrieges nicht verblassen. Ich sehe es als unsere Pflicht an, die Toten zu ehren und ihnen Respekt zu zollen“, so Bernd Rott in seiner Rede. Er warnte davor, die politische Sicherheitsvorsorge zu vernachlässigen. Der Nationenverbund werde in Sicherheitsfragen immer wichtiger. „Auch mit unseren italienischen Nachbarn wollen wir verstärkt zusammenarbeiten und mit den Alpini unter dem Zeichen des Edelweiß gemeinsam vorwärts schreiten“, betonte der Bataillonskommandant.

Johann Gaiswinkler warnte vor einer „sicherheitspolitischen Marginalisierung“. „Wir sind zwar eine der reichsten Nationen der Welt, mit dem Blick eines Gebirgsjägers muss ich allerdings feststellen, dass die Streitkräfte in Österreich fast schon todgehungert sind“, so Gaiswinkler.

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Einen modernen Quad übergab LA Hermann Kuenz als Geschenk des Landes Tirol an das Jägerbataillon 24 mit Kommandant Bernd Rott.

LA Hermann Kuenz sprach von einem klaren Bekenntnis des Landes Tirol zum österreichischen Bundesheer. „Wir müssen uns zu Europa und zur demokratischen Einrichtung der Europäischen Union bekennen. Nur die Demokratie kann den Frieden sichern, und deswegen sehe ich es nicht nur als Bürgerrecht, sondern auch als Bürgerpflicht an, zur Wahl zu gehen“, so Kuenz zur bevorstehenden Europawahl am 25. Mai. Als Geschenk des Landes übergab er einen modernen Quad an das Hochgebirgs-Jägerbataillon 24. „Das Gerät soll weniger militärischen Zwecken dienen, sondern eher im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen“, meinte Hermann Kuenz in Richtung Kommandant Bernd Rott.

Text und Fotos: Raimund Mühlburger

16. Mai 2014 um