Caritas sammelt im August für Burkina Faso und Mali
Mit ihrer diesjährigen Augustsammlung und der Afrikakampagne 2013 will die Caritas weiterhin mit voller Kraft gegen den Hunger in Afrika ankämpfen. Mangelernährung und Wasserknappheit sind Umstände, die das Leben in den westafrikanischen Ländern Burkina Faso und Mali prägen. In den letzten beiden Jahren mündeten diese Umstände in eine handfeste Hungerkrise. Lange Dürreperioden können lebensbedrohlich für Millionen Menschen werden. In solchen Fällen steht die Caritas der leidgeprüften Bevölkerung zur Seite – die Nothilfeprogramme haben gegriffen. „Doch für eine Zukunft ohne Hunger braucht es mehr als nur Nothilfeprogramme“, meint dazu der Tiroler Caritas-Direktor Georg Schärmer. Brunnenbauten, Ernährungszentren für Mütter und Kinder, umfassende Landwirtschaftsprojekte mit Schulungen im Bereich ertragreichere Anbaumethoden und Viehzucht sowie der Bau von Getreidespeichern sind nur einige Beispiele, wie sich die Caritas Tirol im Westsahel nun schon seit über 40 Jahren engagiert.
Georg Schärmer: „Eine Zukunft ohne Hunger für alle Menschen ist eine enorme Herausforderung, Jeder einzelne Mensch, der ein Leben ohne Hunger führen kann, ist ein Etappensieg auf dem Weg zu diesem Ziel.“
Auch bei der diesjährigen Augustsammlung und mit der Afrikakampagne 2013 sammelt die Caritas wieder Geld, um den Menschen in den ärmsten Ländern Afrikas zu helfen. „Der Schwerpunkt der Caritas Tirol liegt in Burkina Faso und Mali. Die Caritas hilft aber im Gesamten im Rahmen von rund 350 Projekten, etwa in Äthiopien, Niger, Pakistan oder im Südsudan“, so Schärmer. „Wirkungsvolle Nothilfe und Präventionsarbeit braucht es aber nicht nur in Afrika, sondern auch in Osttirol“, so Andreas Huber, Dienststellenleiter der Caritas Osttirol. Schwerpunkte sind hier die Familienhilfe und die Sozialberatung. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Familienhilfe 6 437 Einsatzstunden geleistet, 52 Familien wurden betreut. „In der Sozialberatung hatten wir im Bezirk Lienz 2012 eine Steigerung von über 40% zu verzeichnen. Ich beobachte, dass vor allem die hohen Kosten für Wohnen und Energie für immer mehr Menschen im Bezirk zum Problem werden“, meint Huber.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Journal/L. Sulzenbacher
