Handbuch für die Personenbetreuung und pflegende Angehörige
Im Frühjahr 2019 publizierte der Pflegedienst ISL unter dem Titel „Betreuung zu Hause“ ein neues Nachschlagehandwerk, das gerade jetzt für viele von Interesse sein könnte.
Ausgangspunkt für dieses Handbuch war das Skriptum „Personenbetreuung“, das von der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe) im Jahr 2008 im Auftrag des Sozialministeriums ausgearbeitet wurde.
„Wir suchten immer nach einer Quelle, die all die Themen der Betreuung zu Hause zusammenfasst, leicht erklärt und einen Überblick verschafft. Da wir so ein gesammeltes Werk nie fanden, machten wir uns an die Arbeit, selbst eines zu entwickeln. Wir trugen alle Quellen zusammen, die wir bei unseren Seminaren an unserer Akademie und über den Beruf von PersonenbetreuerInnen vermitteln – und so entstand dieses Nachschlagewerk zu allen wichtigen Themen“, so Siegfried Klammsteiner vom Pflegedienst ISL in Lienz.
Gewidmet ist das Buch allen pflegenden Angehörigen und den PersonenbetreuerInnen. Es soll auch die Anerkennung und Wertschätzung für die wertvolle Arbeit zum Ausdruck bringen, die sie tagtäglich leisten!
Erhältlich über die Internetseite des Pflegedienstes ISL: https://pflege-rundum.at/isl-aktuelles-lienz/isl-handbuch-personenbetreuung-lienz.html
Pflegende Angehörige, die Hauskrankenpflege und die 24-Stunden-Betreuung ermöglichen es vielen Menschen, den Lebensabend trotz Hilfsbedürftigkeit zu Hause verbringen zu können. Diese Tätigkeit umfasst ein breites Spektrum. Es beginnt mit einfacher Hilfestellung im Haushalt und endet mit der Sterbebegleitung.
Nicht alle PersonenbetreuerInnen, die in der 24-Stunden-Betreuung arbeiten, haben eine einschlägige Ausbildung für diese Arbeit. Die Anzahl von Krankenschwestern/Krankenpflegern, die sich für die Personenbetreuung melden, geht zurück. Manche BetreuerInnen haben im Heimatland einen Kurs besucht, andere haben Erfahrungen im privaten Bereich gesammelt. Aber es melden sich auch immer wieder Kräfte, die kaum Vorkenntnisse haben, für die Pflege und Betreuung noch keine großen Rollen in ihrer beruflichen Laufbahn gespielt haben. Das trifft in der Regel auch für pflegende Angehörige zu. Zudem tritt ein Betreuungsfall oft ganz plötzlich auf, und Angehörige, meistens Frauen, werden von heute auf morgen zu Pflegerinnen.
Der Herausgeber würde sich freuen, wenn die fast 20-jährige Erfahrung, die in dieses Handbuch einfließt, den PersonenbetreuerInnen und pflegenden Angehörigen als Handwerkzeug für ihre Arbeit dienen könnte, um im Alltag nicht überfordert zu sein. Das Buch richtet sich zudem an alle, die sich mit der Frage der Qualitätssicherung in der 24-Stunden-Betreuung beschäftigen. Es kann einen Beitrag dazu leisten, um einheitliche Standards in der Personenbetreuung zu finden und zu definieren.
Text: Redaktion, Foto: Martin Lugger