Bernhard Aichner las zugunsten SOS-Kinderdorf

Der gebürtige Osttiroler Erfolgsautor las in der Bank Austria unter anderem aus seinem Bestseller „Totenfrau“ und gab Einblicke in seine eigene Kindheit.

„ubuntu“ – die Kulturinitiative von SOS-Kinderdorf – lädt Künstler und Autoren ein, sich mit den vielfältigen Facetten der Kindheit zu beschäftigen. In Zusammenarbeit mit der Bank Austria in Lienz organisierte die Initiative am Mittwoch, 12. November 2014, eine Lesung mit Autor Bernhard Aichner, der in Sillian aufgewachsen und derzeit mit seinem Roman „Totenfrau“ an der Spitze der Bestseller-Listen zu finden ist. Unter dem Motto „Kindheit, Träume, Wirklichkeit“ las der Erfolgsautor auch aus diesem Werk und gewährte Einblicke in seine eigene Kindheit.

Guido Fuß, Leiter des Kinderdorfes in Nußdorf-Debant erzählte von Kindern, die durch ihre Erlebnisse manchmal wütend und traurig geworden sind, aber auch von Erwachsenen, die heute ein eigenständiges Leben führen, weil sie im Kinderdorf ein liebevolles Zuhause und ein Stück Heimat gefunden haben.

Guido Fuß, Leiter des Kinderdorfes in Nußdorf-Debant erzählte von Kindern, die durch ihre Erlebnisse manchmal wütend und traurig geworden sind, aber auch von Erwachsenen, die heute ein eigenständiges Leben führen, weil sie im Kinderdorf ein liebevolles Zuhause und ein Stück Heimat gefunden haben.

Aichner las ein Kapitel aus „Totenfrau“, in dem die Kindheitserfahrung der Protagonistin Blum beschrieben wird und wie sie später dafür Rache nimmt. „Natürlich ist Selbstjustiz total abzulehnen. Doch ich habe mit Blum eine Person gezeichnet, der man die Rache nicht übel nimmt. Im Gegenteil – sie ist eine gute Mutter, die ihren Kindern eine liebevolle Kindheit ermöglicht und ein großes Herz hat“, so der Schriftsteller. Er begeisterte in der Bank Austria-Filiale in Lienz mit spontanen Antworten, sinnreichen Assoziationen und herzlich erzählten Kindheitserinnerungen.

Gespannt lauschten die zahlreichen Besucher den Geschichten des Erfolgsautors mit Osttiroler Wurzeln, der heute in Innsbruck lebt.

Gespannt lauschten die zahlreichen Besucher den Geschichten des Erfolgsautors mit Osttiroler Wurzeln, der heute in Innsbruck lebt.

Franz Theurl, Direktor der Bank Austria in Lienz, lobte die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf in Nußdorf-Debant, das die Bank im Rahmen einer Hauspatenschaft unterstützt. „Die Besucher der heutigen ubuntu-Veranstaltung hören spannende Geschichten, werden unterhalten und können dabei viel Gutes für SOS-Kinderdorf tun. So übernimmt heute jeder ein Stück soziale Verantwortung für Kinder, die besondere Hilfe benötigen“, so Julia Sparber von der Kulturinitiative „ubuntu“.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

18. November 2014 um