Bergwaldprojekt „Back to the Roots“ im Lesachtal

24 freiwillige Helferinnen und Helfer treffen sich vom 15. bis 28. Juli 2012 in Maria Luggau, um Kulturpflegemaßnahmen und Aufforstungen im Schutzwald vorzunehmen.

Die TeilnehmerInnen kommen aus acht verschiedenen Nationen, von Spanien über Österreich bis nach Russland. Sie alle treffen sich beim Bergwaldprojekt des Österreichischen Alpenvereins (OeAV) und des Service Civil International (SCI) in Maria Luggau im Lesachtal mit dem gemeinsamen Ziel, dem Wald etwas zurückzugeben. Die engagierten Menschen zwischen 18 und 45 Jahren nehmen im Zeitraum vom 15. bis 28. Juli in Schutzwaldflächen um Maria Luggau Kulturpflegemaßnahmen und Aufforstungen vor. Um das Ökosystem Wald langfristig zu sichern, werden heimische Fichten und Lärchen verwendet. Schon in der ersten Woche wurden auf einer Fläche von über drei Hektar rund 1300 neue Bäume gesetzt und die bestehenden Jungbäume von Konkurrenzvegetation freigeschnitten. Diese Maßnahmen sind wichtig, um die Schutzfunktion des Waldes weiter sichern zu können und die darunter liegenden Häuser sowie die Bundesstraße vor Lawinen und Muren zu schützen. Die freiwilligen Helfer und Helferinnen des Projektes „Back to the Roots“ arbeiten ehrenamtlich für Kost und Logis und sind in der Eishütte in Maria Luggau untergebracht. Hier steht selber Kochen und Körperpflege unter einer provisorisch errichteten Dusche auf der Tagesordnung. Gearbeitet wird bei (fast) jedem Wetter, und dementsprechend sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ausgerüstet.

Christoph (Ö) beim Setzen junger Bäume

Christoph (Ö) beim Setzen junger Bäume

Auch Thomas aus Tirol will schon lange bei einem Bergwaldprojekt des Alpenvereins mitmachen, jetzt arbeitet er gemeinsam im internationalen Team im Lesachtal. „Die körperliche Arbeit in der Natur ist für mich erfüllend und wichtig, vor allem im Gegensatz zum Wohnen und Arbeiten in geschlossenen Räumen. Bäume zu setzen und längerfristig die Entwicklung des Schutzwaldes zu verfolgen, ist äußerst spannend und interessant“, sagt er begeistert. Durch die Arbeit im Wald werden auch der kulturelle Austausch und der grenzüberschreitende Zusammenhalt gefördert. Abgerundet werden die Arbeitstage beim abendlichen Lagerfeuer oder in der gemütlichen Stube. Hier wird musiziert, gesungen und es werden Geschichten aus verschiedenen Ländern und Kulturen erzählt.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Christoph Walzer

19. Juli 2012 um