Bergführer und Gast stürzten am Venediger in Spalte

In der Venedigergruppe stürzten in den Morgenstunden des Freitag, 11. Juli 2014, zwei Bergsteiger in eine Gletscherspalte – beide wurden geborgen.

Fünf Bergsteiger aus Deutschland brachen am Freitag, 11. Juli 2014, gegen 6.00 Uhr, mit einem einheimischen Bergführer in Prägraten vom Defreggerhaus in Richtung des Großvenedigers (3 674 Meter) auf. Die Gruppe seilte sich am „Inneren Mullwitzkees“ an und stieg weiter Richtung Gipfel. Unterhalb des Rainertörls brachen der 55-jährige Bergführer und ein 49-jähriger Bergsteiger auf einer Schneebrücke ein und stürzten etwa zehn Meter in ein Gletscherspalte.

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Die restlichen Gruppenmitglieder konnten den Sturz halten und führten gegen 8.00 Uhr die Alarmierung durch. Auf Grund des schlechten Wetters konnten die Rettungshubschrauber nicht zum Unfallort fliegen. So stiegen Bergretter aus Virgen und Prägraten sowie zwei Alpinpolizisten zu den Verunfallten auf. Sowohl der Bergführer als auch sein Gast konnten geborgen werden. Der deutsche Alpinist erlitt eine Unterkühlung, alle anderen Bergsteiger blieben unverletzt. „Der Verletzte wurde mittels Bergetrage zum oberen Einstieg des Gletschers gebracht. Dort herrschte Flugwetter, und so konnte er zu Tal geflogen werden“, berichtet Peter Ladstätter, Bezirksleiter der Osttiroler Bergrettung. Im Einsatz standen neben 27 Bergrettungsmitgliedern drei Alpinpolizisten  sowie die Rettungshubschrauber Martin 4 und Christophorus 7.

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Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Bergrettung Prägraten, Brunner Images

11. Juli 2014 um