Bereits zwei Todesopfer in Osttirol

Schwierige Lage im Bezirk Lienz aufgrund der großen Neuschneemengen: Zwei Todesopfer sind zu beklagen. Aus den Tälern werden Lawinenabgänge und Straßensperren gemeldet.

Im Villgratental war am frühen Freitagmorgen, 31.1., ein 53-jähriger Mann mit seinem Radlader mit Schneeräumungsarbeiten im Bereich der Gemeindestraße in Innervillgraten beschäftigt, als aus dem Bereich der Kreuzspitz eine Lawine abging. Ein Ausläufer der Lawine erfasste den Radlader und schob diesen in die angrenzende Wiese. Das Fahrzeug wurde teils verschüttet, die Person wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und im Nahbereich des Radladers ebenfalls verschüttet. Gegen 09.45 Uhr konnte der Verschüttete durch Einsatzkräfte der Bergrettung Sillian im Bereich des Räumfahrzeuges etwa 40 cm unterhalb der Schneedecke nur mehr leblos aufgefunden werden. Die eingeleiteten Erste Hilfe-Maßnahmen durch den Arzt blieben leider ergebnislos.

Tragisch endete auch der Versuch eines 38-Jährigen in Thurn, eine Verklausung in dem direkt neben seinem Wohnhaus vorbeiführenden Zauchenbach zu beseitigen. Der Mann stand laut Polizeibericht direkt auf den Schneemassen im Bachbett, als plötzlich eine Nassschneelawine über das Bachbett talwärts ging. Offensichtlich gelang es ihm dabei nicht mehr rechtzeitig aus dem Bachbett zu steigen. Der Osttiroler wurde ca. 100 Meter im engen Bachbett mitgerissen und dabei ca. 1,5 Meter tief verschüttet. Der Verunglückte konnte von den Rettungsmannschaften nur noch tot geborgen werden.

Text: Redaktion, Foto: Christian Riepler

31. Januar 2014 um