Beeindruckende Ausstellungseröffnung

Hunderte erlebten am Samstagabend, 23.8., vor dem Atriumhaus von Aguntum die bewegend inszenierte Eröffnung von „Dölsach zwischen Revolution und Katastrophe“ mit.

Der  „Kaiserjägermarsch“, gespielt von der „Franz von Defregger Musikkapelle Dölsach“ und thematisch gut auf den Abend abgestimmt, leitete die Eröffnungsveranstaltung am 23.8. im Gelände des Museums Aguntum ein. Hannes Weingartner vom K.u.K. Gebirgsartillerieregiment Nr. 14 Dölsach freute sich – ebenso wie Vereinsobmann Edi Moser – über die zahlreich erschienenen Besucher und begrüßte in seiner humorigen Einführung neben den Ehrengästen, u.a. Dr. Leo Gomig vom Verein Curatorium pro Agunto, der Dölsacher Bgm. Josef Mair mit Gemeinderäten, LA Martin Mayerl, Dr. Klaus Köck, Sponsoren aus der Wirtschaft und Leihgabengeber sowie Vertreter der Garnison Lienz, vor allem auch die Hauptakteure des Abends, die Mitglieder der Musikkapelle, der Schützenkompanie und seine Kollegen vom Verein K.u.K. Gebirgsartillerieregiment Nr. 14 Dölsach, sehr herzlich.

Bgm. Mair lobte die gelungene Veranstaltung, die es ermögliche, Gedanken an die damalige schwere Zeit mit authentischen und aussagekräftigen Bildern, Erinnerungsstücken und Dokumenten zu verknüpfen.

Bgm. Mair lobte die gelungene Veranstaltung, die es ermögliche, Gedanken an die damalige schwere Zeit mit authentischen und aussagekräftigen Bildern, Erinnerungsstücken und Dokumenten zu verknüpfen.

Gottfried Kalser, Vizeleutnant i.R. und Mitarbeiter im Forum „I. Weltkrieg“ am Institut für Archäologien an der Universität Innsbruck, informierte über die Zeit der großen europäischen Katastrophe am Beispiel des Schicksals von Dölsachern und Osttirolern. Stellvertretend für die damalige Militärbürokratie las er u.a. auch aus einem Dokument aus dem Jahre 1916 vor und erzählte über die damit in Verbindung stehenden Menschen. Den hohen Blutzoll, den der Krieg schon in seiner Anfangsphase forderte – unter den in den ersten Wochen gefallenen 9700 Kaiserjägern waren auch sehr viele Familienväter aus Tirol – erläuterte er besonders eindringlich.

Mitglieder des K.u.K. Gebirgsartillerieregimentes feuerten Schüsse aus den historischen Kanonen ab und stellten damit eine Manöverszene aus dem I. Weltkrieg nach.

Mitglieder des K.u.K. Gebirgsartillerieregimentes feuerten Schüsse aus den historischen Kanonen ab und stellten damit eine Manöverszene aus dem I. Weltkrieg nach.

Mitglieder der Theaterwerkstatt Dölsach brachten anschließend einen Ausschnitt aus dem Werk „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus zur Aufführung. Die Tragödie in 5 Akten schrieb Kraus in den Jahren 1915-1922 als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg und thematisierte in über 200 Szenen, die auf wahren Quellen beruhen, die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges.

Für ein besonderes Highlight der Ausstellungseröffnung zeichneten die insgesamt rd. 120 Akteure der Musikkapelle, Schützenkompanie und des K.u.K. Gebirgsartillerieregimentes aus Dölsach verantwortlich, die sich an Franz Ziehrers Tongemälde „Der Traum eines österreichischen Reservisten“ wagten und verdient sehr viel Applaus ernteten.

Die Ausstellung „Dölsach zwischen Revolution und Katastrophe nach 1848 bis 1925“ ist in Aguntum (im Grabungshaus) noch bis zum 14.9.2014 zu sehen.

Die Ausstellung „Dölsach zwischen Revolution und Katastrophe nach 1848 bis 1925“ ist in Aguntum (im Grabungshaus) noch bis zum 14.9.2014 zu sehen.

Die Ausstellung „Dölsach zwischen Revolution und Katastrophe nach 1848 bis 1925“ ist in Aguntum (im Grabungshaus) noch bis zum 14.9.2014 zu sehen.

 

Text: E. Hilgartner, Fotos: Brunner Images und www.osttirol-heute.at

25. August 2014 um