Auszeichnung für drei Osttiroler Notärzte
Im Rahmen der Landesversammlung der Bergrettung Tirol am 26. April 2014 wurden Dr. Franz Krösslhuber, Dr. Peter Kraler und Dr. Helmut Latscher zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Ausgezeichnet wurden die drei Mediziner für das von ihnen ins Leben gerufene Osttiroler Bergrettungs-Notärzte-Team. Neben dieser Ehrung zogen die Verantwortlichen im Rahmen der Landesversammlung der Bergrettung Tirol in Leutasch aber auch Bilanz über das Einsatzjahr 2013, in dem man mehr als 5 000 Personen Hilfestellung leistete.
„Im Vorjahr wurden“, wie Landesleiter Kurt Nairz berichtete, „45 Prozent aller nationalen Einsatzstunden im alpinen Rettungsbereich durch die Bergrettung Tirol erbracht“. Ein Blick auf die Zahlen im Detail zeigt, dass die Einsatzzahlen erneut gestiegen sind. 2013 mussten die Tiroler Bergretterinnen und Bergretter 5 307 verunfallte Personen bergen (2012: 5 217). „Erschreckend ist die Zahl der Personen, die in den Tiroler Bergen tödlich verunglückt sind. Waren es 2012 108 Tote, so gab es im Vorjahr insgesamt 125 tödlich Verunglückte. Vergleicht man diese Zahl mit den Verkehrstoten in Tirol, dann lag diese 2013 bei 46. Wir haben in Tirol also um fast zwei Drittel mehr Bergtote als im Straßenverkehr“, zeigte Peter Veider, Geschäftsführer der Bergrettung Tirol, auf. Wobei die Todesursache am Berg immer öfter Herzinfarkt laute.
Es gab aber auch erfreuliche Nachrichten: So ist das Interesse an der Arbeit in der Bergrettung weiterhin sehr hoch. Die Zahl der Bergrettungsmitglieder liegt derzeit bei 4 414 (2013 waren es 4 381). Und: Immer mehr Frauen interessieren sich für die Bergrettungsarbeit. Ihr Zahl stieg von 123 im Jahr 2013 auf derzeit 142. Positiv ist lt. Angaben der Verantwortlichen auch die internationale Anerkennung, die die Arbeit der Tiroler Bergrettung erfährt. So werden in Tirol entwickelte Rettungstechniken in zahlreichen Ländern in aller Welt genutzt. Ausländische Rettungsorganisationen würden verstärkt nach Tirol kommen, um an Schulungen im Ausbildungszentrum der Bergrettung im Jamtal teilzunehmen. Einen Erfolg verzeichnete auch die Lawinen- und Suchhundestaffel: „Unsere neu entwickelten Ausbildungsrichtlinien wurden über die Internationale Kommission für Alpines Rettungswesen für ganz Europa übernommen“, freute sich Stefan Hochstaffl, Hundereferent der Bergrettung Tirol und gleichzeitig Vizepräsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes.
Text: Christa Hofer, Foto: Anton Thaler
