Italiener aus Gletscherspalte unverletzt geborgen

Ein Alpinist war am Mittwoch, 10.4.2013, kurz nach Mittag in eine Spalte am Schlatenkees im Venedigergebiet gestürzt – Matreier Bergretter bargen ihn um ca. 14.30 Uhr. 15 Einsatzkräfte der Bergrettung Matrei i.O., drei Alpinpolizisten und die Notarzthubschrauber von Martin4 sowie Libelle Tirol waren am Mittwochnachmittag bei einer groß angelegten Bergeaktion am Großvenediger im Einsatz. Drei befreundete Alpinisten aus Wien, zwei im Alter von 36 Jahren und ein 48-Jähriger, waren von der Johannishütte im Gemeindegebiet von Prägraten auf den Großvenediger aufgestiegen. Danach fuhren sie unangeseilt mit den Skiern Richtung Prager Hütte. Auf einer Seehöhe von 3 220m brach eine Schneebrücke ein, und der 48-Jährige, ein in Wien lebender italienischer Staatsangehöriger, stürzte rund zehn Meter in eine Gletscherspalte. Seine Begleiter konnten einen Alarm absetzen.

 

15 Mann der Bergrettung Matrei und drei Alpinpolizisten machten sich auf den Weg zur Absturzstelle. Dort stellten sie fest, dass der abgestürzte Skitourengeher zum Glück fast unverletzt geblieben war. „Wegen des schlechten Wetters haben wir auch die Bergrettungs-Ortsstellen von Virgen und Prägraten in Bereitschaft versetzt, um ca. 14.30 Uhr konnten die Bergretter aus Matrei den Verunfallten bergen“, so Raimund Köll, Obmann der Bergrettung Matrei, am Mittwochnachmittag kurz nach der erfolgreichen Bergung.

 

Die Tourengeher und Rettungskräfte wurden mit dem Hubschrauber in das Tal geflogen. Der verunfallte Alpinist konnte nach ambulanter Behandlung im Bezirkskrankenhaus Lienz in häusliche Pflege entlassen werden.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Bergrettung Matrei/Alpinpolizei, Brunner Images

10. April 2013 um