Aufwändige Bergungsaktion am Großvenediger

Eine 33-jährige Alpinistin aus Polen stürzte am 5.4. am Großvenediger in eine Gletscherspalte. Die Frau zog sich schwere Verletzungen zu, die Bergungsaktion dauerte mehrere Stunden an.

Gemeinsam mit zwei Bekannten hatte die Polin, ohne Skier und ohne Seilsicherung, eine Tour auf den Großvenediger unternommen. Ausgangspunkt war das Defreggerhaus, von wo aus sich die Dreiergruppe in den Morgenstunden des 5.4. über das Rainerkees zum Gipfel des Großvenediger aufmachte, welchen sie gegen 13.30 Uhr erreichten. Als sie nach einer kurzen Gipfelrast wieder zur Hütte absteigen wollten, stürzte die Frau gegen 14.30 Uhr kurz unterhalb des Gipfels in ca. 3 600 m Seehöhe in eine Gletscherspalte. In rund 30 Metern Tiefe kam sie mit schweren Verletzungen auf einer Schneebrücke zum Liegen.

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Bei der nachfolgenden Rettungsaktion gelang es mit Hilfe der Hubschrauber Libelle Tirol und Martin 4 sowie von insgesamt rd. 30 Personen der Bergrettungsorganisationen von Prägraten, Matrei i.O. und Virgen sowie Einsatzkräften der FF Prägraten und der Polizei gegen 17.30 Uhr die Frau zu orten und gegen 18.30 Uhr zu bergen. Nach Verbringung per Akja zum Defreggerhaus wurde die Schwerverletzte vom NAH Martin 4 in das BKH Lienz zur weiteren medizinischen Behandlung überstellt.

Text: J. Hilgartner, Fotos: Brunner Images

 

06. April 2014 um