Auch im Tauerntal wüteten Unwetter
Auch im Tauerntal kam es am Samstag, 5.8.2012, zu Unwetterschäden – in Raneburg verendeten zwei Kühe, im Froßnitztal riss die Schlammlawine eine Brücke weg.
Als am Nachmittag des Samstag, 5. August, die in mehreren Intervallen zu Tal rasende Mure Teile des Ortszentrums in Virgen verwüstete und großen Schaden anrichtete, gingen auch im Tauerntal bei Matrei starke Unwetter nieder. Im Froßnitztal waren gegen 16.00 Uhr viele Besucher der Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum der Badener Hütte Richtung Gruben unterwegs.
Plötzlich setzten starke Regenfälle und Hagel ein. Ein tiefschwarzes Gemisch aus Wasser, Schlamm, Steinen und Geröll kam von der Schattseite Richtung Wanderweg und verlegte hinter den Zedlacher und Mitteldorfer Almen den Weg. Da eine Brücke weggerissen wurde und es im Bereich Katal zu Verklausungen des Froßnitzbaches kam, wurde der Weg gesperrt. Das Vieh wurde Richtung Almgebäude getrieben. Wanderer und Bergsteiger, die das Tal noch verlassen wollten, wurden von den Bauern und Hirten aufgehalten und Übernachtungsmöglichkeiten in den Zedlacher und Mitteldorfer Almen angeboten.
Auch im Matreier Weiler Raneburg kam es zu Schäden aufgrund von Hangrutschungen und Vermurungen. Zwei Kühe verendeten in den Schlammmassen. Im Landecktal wurde der Fahrweg durch Murenabgänge in Mitleidenschaft gezogen.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger


