Arbeitsintensives Jahr für Caritas Osttirol

Im Rahmen des Lienz-Besuches von Caritas Tirol-Dir. Georg Schärmer zog man am 4.8. auch Bilanz über das umfangreiche Arbeitsspektrum der Dienststelle Osttirol.

Auch im vergangenen Jahr legte die Caritas Osttirol, wie Dienststellenleiter Andreas Huber erläuterte, ein besonderes Augenmerk auf Familien, die in unserer heutigen Zeit auf vielen Ebenen gefordert sind. Neben den bewährten Einsatzbereichen Familienhilfe und Sozialberatung setzte man u.a. die 2013 neu gestartete Besuchsbegleitung für zerbrochene Familien um. „Unsere Aufgabe im Rahmen der Besuchsbegleitung ist es, die Eltern auf dem Weg zu einer einvernehmlichen und selbstständigen Besuchsregelung zu begleiten. Die Familien werden meist über das Familiengericht an uns überwiesen bzw. schreibt das Familiengericht die Mindestanzahl der begleiteten Besuche vor“, so Huber, der die Anzahl der Begleitstunden allein im ersten Halbjahr 2014 auf 70 Stunden für sechs betreute Familien  bezifferte.

5200 Einsatzstunden leisteten die MitarbeiterInnen der Caritas-Dienststelle Osttirol im vergangenen Jahr in Sachen „klassische Familienhilfe“. Die Haupteinsatzgründe waren 2013, wie schon in den Jahren zuvor, Krankheiten, Todesfälle, Schwangerschaft und Entbindung sowie Kur- und Krankenhausaufenthalte. Einen enormen Anstieg um 36 Prozent verzeichnete man in Hinsicht auf die „sozialpädagogische Familienhilfe“: 1500 Stunden wurden in Zusammenarbeit mit der Jugendwohlfahrt abgewickelt, um Kinder und Eltern zu unterstützen.

Der finanzielle Aufwand in der Sozialberatung erhöhte sich von 2012 auf 2013 um 13 Prozent. „Immer öfter kommen Menschen zu uns, die mehrere Herausforderungen gleichzeitig zu bewältigen haben bzw. größere finanzielle Rückschläge aufweisen. Weiters nimmt auch die Zahl von Wohnungssuchenden und Menschen, die von Delogierung und Stromabschaltung bedroht sind, zu. Aus diesem Grund haben wir im Vorraum des Caritas-Regionalbüros in Lienz speziell für Arbeits- und Wohnungssuchende einen öffentlich zugänglichen PC installiert, der kostenlos genutzt werden kann“, informierte Huber.

„Kinderleicht“ nennt sich das Projekt der Caritas für suchtkranke Eltern. 2014 wurden in diesem Bereich 240 Stunden geleistet, wobei sich eine speziell ausgebildete Fachkraft der Caritas-Dienststelle Osttirol in der Arbeit mit Kindern darauf konzentriert, deren Stärken zu fördern, um die aktuellen Belastungen besser bewältigen zu können.

Text: J. Hilgartner, Symbolfoto: © klickerminth – Fotolia.com

10. August 2014 um