Andy Holzers Team bricht Everest-Expedition ab
Weil die chinesische Regierung die bekannten Achttausender – unter ihnen der Mt. Everest – für Expeditionen gesperrt hat, mussten auch Andy Holzer und sein Team abbrechen.
Gemeinsam mit Florian Brunner, Klemens Bichler und Wolfgang Klocker ist der Tristacher Bergsteiger Andy Holzer am Ostermontag, 6. April 2015, zu einer Expedition auf den höchsten Berg der Welt aufgebrochen. Nachdem er die Expedition über die Südroute (Nepal) vor einem Jahr wegen eines tragischen Lawinenunglücks mit 16 Toten abbrach, wollte er heuer über die Nordroute (China) auf den 8.848 Meter hohen Mt. Everest.
Und wieder kam es zu einer verheerenden Katastrophe, die die Expedition von Andy Holzer jäh unterbrach. Am Samstag, 25. April, bebte in Nepal rund um die Hauptstadt Kathmandu die Erde, inzwischen werden schon bis zu 10.000 Tote befürchtet. Im Bereich des Basislagers gingen aufgrund der Erdstöße zahlreiche Lawinen ab, dabei kamen mindestens 18 Personen ums Leben. Die Osttiroler Bergsteiger auf der Nordroute haben die Erdstöße zwar mitbekommen, waren aber nicht in Gefahr. Zur Zeit des Erdbebens befand sich das Team um den Blind Climber aus Tristach im ABC Camp auf 6.440 Metern Seehöhe.
Am Mittwoch, 29. April, mussten die Alpinisten die Expedition abbrechen, weil die chinesische Regierung die bekannten Achttausender für Expeditionen gesperrt hat. Laut Andy Holzers Frau Sabine sind sie ins Basislager auf 5.200 Metern Seehöhe abgestiegen und werden versuchen, über Lhasa und Peking heim zu fliegen. „Ich bin derzeit dabei, Flüge zu checken. Das ist gar nicht so einfach. Aber ich bin zuversichtlich, dass unsere Bergsteiger Ende nächster Woche zu Hause sein werden“, so Sabine Holzer am Donnerstag, 30. April 2015, zu Osttirol heute.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Archiv Holzer
