Aktion „Stadt-Land-Wand: Virgen” erhielt ein buntes Kunstwerk
Die neue, farbenfrohe Fassade des alten „Gendarmhauses“ in Virgen neben der Landesstraße ist in den vergangenen Tagen bereits vielen aufgefallen. Die Fassade wurde vom Künstler HNRX neu gestaltet.
Im Rahmen der Tirol-weiten Initiative „Stadt-Land-Wand“ machte sich der Urban-Art-Künstler HNRX, alias Maximilian Prantl, daran, die Fassade mit einem neuen Wandbild zu versehen. Entstanden ist ein eigens für Virgen entwickeltes Kunstwerk mit Bezug zum Ort, seiner Geschichte und seinen Besonderheiten. Für das Projekt in Virgen gab die Gemeinde einen thematischen Rahmen vor, die künstlerische Umsetzung übernahm HNRX frei. In Gesprächen mit dem Land Tirol, der Lebensraum Tirol Gruppe, der Gemeinde Virgen und dem Künstler wurden prägende Merkmale des Ortes gesammelt und in eine persönliche Interpretation übertragen. Das Wandbild greift damit zahlreiche Bezüge zu Virgen auf, vom „Sonnendorf“ bis zur bäuerlich geprägten Struktur und Elementen der lokalen Baukultur. So verbindet das Kunstwerk regionale Motive mit einer modernen, zeitgenössischen Bildsprache.
Natürlich wird ein solches Wandbild mitten im Ortszentrum unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Kunst darf überraschen, provozieren und Diskussionen auslösen. Genau das macht sie lebendig. Das neue Wandbild zeigt aber vor allem eines: In Virgen ist Platz für Vielfalt! Neues und Buntes darf neben Traditionellem entstehen und darf Traditionen auch neu interpretieren. Es zeigt, dass Tradition und Offenheit kein Widerspruch sind und dass in der Gemeinde Virgen unterschiedliche Sichtweisen, kreative Ideen und neue Impulse ihren Platz haben.

Mit dem neuen Wandbild ist Virgen Teil eines besonderen Kulturprojekts „Stadt-Land-Wand“ der Lebensraum Tirol Gruppe, die in insgesamt sieben Tiroler Gemeinden zeitgenössische Wandkunst in den öffentlichen Raum bringt. In Imst, Inzing, Fieberbrunn, Virgen, Kematen, Going und Hall in Tirol entstehen großformatige Arbeiten, die aus Gesprächen mit den Menschen vor Ort, historischen Bezügen und regionalen Eigenheiten entwickelt werden. Ziel der Initiative ist es, öffentliche Räume als Orte lebendiger Identität, Begegnung und Zukunft sichtbar zu machen.
Text: Redaktion, Fotos: Hannes Berger, Ingrid Wibmer



