3 300 Haushalte waren Mittwochnacht ohne Strom

Durch den Schneedruck stürzten Bäume in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf die 25-kV-Leitung – Lesach- und Villgratental war ohne Strom. Am Mittwoch, 28. November, um ca. 21.50 Uhr, sind im Villgratental durch den extrem schweren Nassschnee Bäume auf die 25-kV-Leitung gestürzt und haben die Stromversorgung unterbrochen. „Ein Teil von Außervillgraten und die gesamte Gemeinde Innervillgraten waren spannungslos“, so Wolfgang Wurnig, Leiter der zentralen Netzleitstelle der TIWAG-Netz AG. Eine halbe Stunde später ist im gesamten Lesachtal der Strom ausgefallen. „Wir haben versucht, die Schäden schon in der Nacht zu beheben, es war für unsere Mitarbeiter aber teilweise lebensgefährlich, deswegen haben wir die Arbeiten abgebrochen und erst heute in der Früh wieder fortgesetzt“, sagte Wurnig am Donnerstagmorgen. Im Gesamten waren in der Nacht rund 3 300 Haushalte im Villgraten- und Lesachtal ohne Strom. In den Morgenstunden des Donnerstag, 29. November, waren noch rund 2 000 Haushalte unversorgt und 40 Trafostationen in acht Osttiroler Gemeinden ohne Strom. „Wir hoffen, dass wir am späteren Nachmittag des Donnerstag alle Haushalte in Osttirol wieder mit Strom versorgen können. Allerdings habe ich gerade die Meldung hereinbekommen, dass in Innervillgraten eine Station beschädigt sein könnte. Wenn sich dieser Verdacht bestätigt, könnte es dort länger dauern, bis alle Leitungen wieder Spannung haben“, so Wurnig am Donnerstag um 9.00 Uhr. Insgesamt sind für die TIWAG rund 20 Mitarbeiter zur Behebung der Schäden im Einsatz. „Allerdings müssen wir auch im Defereggental Vorsorge treffen, weil sich da wahrscheinlich auch noch ein Problem ergeben könnte“, sagte Wurnig.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images

29. November 2012 um